Massenheimer Dorfplatzfest

Die Tradition lebt fort

  • Thomas Kopp
    VonThomas Kopp
    schließen

Vor dem Aus gerettet: Heute in einem Monat wird das beliebte Massenheimer Dorfplatzfest doch noch in die 26. Auflage gehen. Mit neuen Organisatoren und erstmals einem zweitägigen Programm.

Nein, einfach sang- und klanglos sterben sollte das Massenheimer Traditionsfest auf dem Hermann-Freisleben-Platz in der Dorfmitte nicht so einfach. Und deswegen kam es auch schnell zu Gesprächen, nachdem der bislang ausrichtende Verein Wir Massemer angekündigt hatte, zumindest nicht mehr alleine für das Fest verantwortlich sein zu wollen.

Es gab mehrere Treffen der Ortsteil-Vereine, herauskristallisiert haben sich sechs davon, die nun für das Fest eigens eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet haben. Dabei haben sich zu den Massemern – so ganz aussteigen wollte man eben doch nicht – der Awo-Ortsverein, der Fußballclub FC Hessen Massenheim, der Förderverein Blasorchester Massenheim, die Freiwillige Feuerwehr und der Volkschor Frohsinn gesellt. Dem Vorstand gehören der Vereinsring-Vorsitzende Oliver Scharrer, Geschäftsführerin Tonia Schneider, Kassenwartin Annette Hielscher und Schriftführerin Ricarda Grimm an.

Diese sechs Vereine kümmern sich nun darum, dass die Massenheimer weiter ihr Traditionsfest besuchen können, im vergangenen Jahr strömten immerhin rund 2000 Gäste auf den Dorfplatz. Doch nicht alles soll traditionell bleiben.

Erstmals Party am Samstag

„Auf unseren regelmäßigen Treffen haben wir uns auf ein neues Konzept geeinigt, so etwa auch darauf, künftig am Samstag und Sonntag zu feiern, aber die bisherigen Höhepunkte bleiben erhalten“, schildert Ralf Laupus, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Er und seine Kameraden haben damit einige Erfahrung, gerade im vergangenen Monat haben sie einmal mehr den Feier-Doppelschlag mit Beachbornfest am Samstag und Oldtimertag am Sonntag erfolgreich über die Bühne gebracht.

„Wir haben dem veränderten Freizeitverhalten Rechnung getragen. Man feiert lieber samstags etwas länger, das kommt auch den jüngeren Gästen entgegen. Sonntags lassen wir das Fest dafür etwas früher ausklingen. Und auch für die Veranstalter wird es dann am Sonntag nicht so spät“, erläutert Laupus. Am Samstag, 5. September, ist nun Partystimmung angesagt, die Liveband „The Twisters“ aus Dortelweil sorgt nach der Eröffnung und Begrüßung um 17.30 Uhr für gute Laune.

„Sonntag ist dann Familientag“, erläutert Tonia Schneider. Der beginnt am 6. September um 10.30 Uhr mit dem klassischen ökumenischen Gottesdienst, „der einfach von jeher zum Programm gehört“. Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) und Quellenkönigin Michelle I. werden dann um 11.15 Uhr Grußworte sprechen, das Blasorchester Massenheim sorgt ab 11.30 Uhr für zünftige Töne.

Die Awo-Jugend und der Evangelische Kindergarten beteiligen sich ab 11.30 Uhr mit einem Kinderprogramm, unter anderem mit einem Bastelstand. Die Kindermeile mit Flohmarkt und Hüpfburg wird ebenfalls am Sonntag angeboten, die Breite Straße wird dafür teils für den Verkehr gesperrt. Zwischen den Programmpunkten am Sonntag sorgt Werner Reichert alias DJ Hatschi für Unterhaltung. Das Fest klingt dann am Nachmittag gegen 16 Uhr aus.

Vereinslose helfen mit

Auch geographisch wird es kleinere Veränderungen geben. Die Band spielt am Samstag nun unter der Pergola statt auf der Bühne, die normalerweise gegenüber des Dorfplatzes aufgestellt wurde. Kaffee und Kuchen gibt es dafür im Freisleben-Hof vom Platz gegenüber in Richtung Harheimer Weg.

„Gut ist, dass jeder Verein sich nun durch eine neue Aufteilung auf einen Bereich konzentrieren kann, auch wenn wir erst lernen mussten, dass wir uns nicht mehr um alles kümmern“, schildert Annette Hielscher vom Wir-Massemer-Vorstand. „Unser Vorstand ist im Durchschnitt in höherem Alter, das war nicht mehr zu organisieren.“

Doch auch ihr war es immer wichtig, das Fest zu erhalten. „Das Dorfplatzfest ist ein Treffpunkt für Alt- und Neubürger. Deswegen haben auch viele Vereinslose gesagt, dass sie die neue Zusammenarbeit gut finden und auch ihre Hilfe bei der Organisation angeboten.“

Gemeinschaftlich von allen Vereinen betrieben wird etwa der Bierwagen. Einzelne Vereine bringen sich aber auch mit eigenen Ideen ein. So soll es Cocktails geben, Wein und Zwiebelkuchen, Gegrilltes und noch einiges mehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare