Für Neubürger war der Empfang gedacht, die sich vor Ort über die Vereine und Institutionen informieren konnten.
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Für Neubürger war der Empfang gedacht, die sich vor Ort über die Vereine und Institutionen informieren konnten.

Neubürgerempfang

Vereine stehen hier im Rampenlicht

Eine Stadt stellt sich vor – und das nicht nur für Neubürger: Beim Bürgerempfang im Dortelweiler Kultur- und Sportforum stehen Vereine und Institutionen im Rampenlicht und stellen die eigene Arbeit vor.

Bereits bei der Eröffnung des Bürgerempfangs durch Ersten Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) ist der Saal des Kultur- und Sportforums Dortelweil voll. „Es ist ja nicht nur ein Empfang für Neubürger“, weiß Stadtsprecher Yannick Schwander. „Jeder Bürger ist heute Abend gern hier gesehen.“

2176 Haushalte habe man angeschrieben, deren Bewohner in den vergangenen zwei Jahren neu nach Bad Vilbel gekommen sind. „Das wird sich in den nächsten Jahren noch steigern“, spricht Schwander unter anderem das Baugebiet Quellenpark an.

Auf der Bühne findet nicht nur die Begrüßung statt, dort dürfen auch die Tanzgruppen zeigen, was sie können.

Nähe zu Frankfurt

Äußerst gut gelaunt schlendern Verena Kienel und Thomas Osterhoff zwischen den Ständen umher: „Wir sind erst im Januar aus NordrheinWestfalen hier nach Bad Vilbel gezogen, und es ist richtig toll hier. Einfach spitze, wir sind begeistert“, attestieren sie ihrem neuen Wohnort an der Nidda. „Die Mischung aus Stadt und Natur, aber mit Frankfurt direkt vor der Haustür. Viele Bars, Restaurants, eine abwechslungsreiche Auswahl. Das haben wir uns gewünscht“, erzählt das junge Paar. Auf den Bürgerempfang seien sie gekommen, um nun auch die Institutionen und Vereine der Stadt etwas besser kennenlernen zu können. „Es ist beeindruckend, wie viele aktive Vereine es hier gibt“, findet Thomas Osterhoff. „Wir haben beide bereits in verschiedenen deutschen Städten gewohnt, aber dass sich die Stadt so umfangreich bei einem Empfang vorstellt, haben wir noch nie erlebt“, fährt er fort. In die Lokalpolitik haben er und seine Freundin sich auch bereits eingelesen: „Ich muss ja ehrlich sein, ich habe etwas Angst, dass die Stadt sich momentan ein wenig überhebt“, fürchtet er, gerade im Bezug auf den Bau des Kombibades. „In Zukunft wünschen wir uns schon ein eigenes Haus, das würden wir auch sehr gerne in Bad Vilbel kaufen. Die Frage ist aber, ob das geht und ob man dann noch hier wohnen bleiben kann“, fügt Osterhoff hinzu.

Doch um Grundstückspreise soll es an diesem Abend nicht gehen, viel mehr ergreifen Vereine die Chance, einmal richtig im Rampenlicht zu stehen: Gut besucht ist der Stand von Hannelore Lotz, der Vorsitzenden der Nachbarschaftshilfe. „Wir sind heute Abend vor allem hier, um aktive Mitglieder zu finden“, sagt sie. „Wir wollen bekannter werden und den Bad Vilbelern einfach mal in Erinnerung rufen, was die Nachbarschaftshilfe alles anbietet.“

Neue Mitglieder gesucht

Und schon gleich spricht sie der nächste Interessent an. „Erstmal kann man ganz unverbindlich hier mit uns reden, niemand muss etwas unterschreiben“, erklärt Alfons Lotz. „Aber wir suchen immer nach Helfern, die uns unterstützen.“ Der Verein biete beispielsweise Einkaufshilfen für Senioren an oder Besuche in Pflegeheimen. „Wir beraten heute außerdem in Sachen Patientenverfügungen“, sagt Lotz. Die Abgeordneten des Bad Vilbeler Kammerorchesters erklären hingegen: „Wir brauchen dringend mehr Streicher, und diese suchen wir heute Abend.“

Der Rat der sieben evangelischen Vilbeler Gemeinden steht nur einige Meter weiter. „Wir wollen gemeinsam den Neubürgern zeigen, wie die evangelischen Gemeinden in Bad Vilbel zusammenarbeiten“, erklärt Manuela Friedländer. Etwas größer hingegen ist der Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr Bad Vilbel. Die haben sogar Videomaterial mitgebracht, der Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll schüttelt fleißig Hände: „Es ist sehr wichtig, dass wir uns als Feuerwehr heute hier präsentieren“, findet er. „Oft denken die Leute, wir wären eine Berufsfeuerwehr, aber das sind wir bekanntlich nicht“, betont Moll.

Nahezu alle Mitglieder der Einsatzabteilung würden sich aus den eigenen Jugendabteilungen der Wehren rekrutieren, Quereinsteiger gebe es kaum. „Deswegen wollen wir zeigen, welche Angebote es in Sachen Jugend- oder auch Kinderfeuerwehr in Bad Vilbel gibt.“ Viele vorbeilaufende Bürger würden sich aber auch einfach an der Arbeit der Wehren interessiert zeigen, berichtet der Stadtbrandinspektor.

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