Vier Spuren für die B 3: Städte müssen gemeinsam ran

  • Thomas Kopp
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Es könnte Bewegung in das Thema vierspuriger Ausbau der B 3 zwischen Bad Vilbel-Massenheim und dem Abzweig nach Petterweil und Ober-Erlenbach kommen.

Es könnte Bewegung in das Thema vierspuriger Ausbau der B 3 zwischen Bad Vilbel-Massenheim und dem Abzweig nach Petterweil und Ober-Erlenbach kommen. Auch wenn man sich in Bad Vilbel noch zurückhaltend gibt.

Zu den täglichen Verkehrsspitzen morgens und abends wird die Fahrt auf der B 3 an Bad Vilbel vorbei für manchen zur Geduldsprobe: Denn bei Massenheim verjüngt sich die Straße auf eine Spur pro Fahrtrichtung. Ist der Verkehr entsprechend dicht, kommt es zum Stau.

„Dieses Thema begleitet mich inzwischen seit 35 Jahren“, stöhnt CDU-Stadtrat und Stadtwerke-Betriebsleiter Klaus Minkel. Sicherlich sei es sinnvoll, auf den Ausbau der Strecke zu drängen. Das geschehe beim Bund, der wiederum delegiere die Aufgabe an das Land Hessen. Doch Minkel hat die große Lösung im Sinn.

Denn der Ausbau mache für ihn nur Sinn, wenn es auch danach weitergehe. „In der Konsequenz wurde nur bis zum Quellenpark ausgebaut, weil wir nicht den Stau haben wollten, der in Karben erst verursacht wird“, schildert Minkel. Und er ergänzt: „Wir wollen die Komplettlösung, keine Halbheiten. Karben ist in der Bringschuld. Bleibt es nämlich dabei, dass sich die Fahrbahn hinter dem Abzweig am Rewe-Center in Karben verjüngt, staut sich der Verkehr eben bis nach Bad Vilbel zurück.“ So setzt Minkel voraus, dass die B 3 bis Wöllstadt vierspurig ausgebaut wird. Die Wöllstädter Umgehung kommt, aber sie wird eine Fahrbahn in jede Richtung erhalten. Wann und ob die Umgehung für Okarben kommt, steht weiter in den Sternen, hängt auch vom geplanten Ausbau der Main-Weser-Bahn und sich dadurch ergebenden neuen Planungsvarianten für den Karbener Stadtteil ab. Trotzdem aber wird es eine Entlastung geben.

Denn durch den Anschluss der Karbener Nordumgehung wird die Verjüngungsspur, die bislang direkt hinter der Ampel am Rewe-Center liegt, mehrere hundert Meter nach hinten in Richtung Berufsbildungswerk verschoben. Das könnte die Situation entlasten. Doch weiterhin hängt alles davon ab, wie viel Druck die Städte gemeinsam auf Bund und Land erzeugen.

(kop)

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