Erste Phase der Bauarbeiten bald abgeschlossen

Bad Vilbel: Weg zum Bahnhof öffnet sich

  • Thomas Kopp
    VonThomas Kopp
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Eine weitere Baustelle in Bad Vilbel neigt sich ihrem Ende entgegen. Zumindest in ihrer ersten Phase. Der Bahnhofsvorplatz in Bad Vilbel soll bis Ende April wieder als Verkehrsknotenpunkt nutzbar sein. Doch bis zum völlig neuen Auftritt des Entrees der Stadt wird noch einige Zeit vergehen.

Wer dieser Tage von der Friedberger Straße zum Nordbahnhof geht oder über die Dieselstraße in Richtung Bahnhofsvorplatz läuft, der erkennt, dass die Arbeiten am ersten Bauabschnitt des Bahnhofsvorplatzes in der abschließenden Phase sind. Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) ist bereits zu erkennen und kurz vor dem Abschluss. Geplante Fertigstellung ist Ende April.

Allerdings können ab sofort Fahrradfahrer ihre Räder – vorerst – nur noch auf der Quellenparkseite abstellen. Die alten Fahrradabstellanlagen auf der Stadtseite sind entfernt, die neuen Anlagen wurden aufgestellt.

Die ersten Asphaltierungsarbeiten sind bereits erledigt, der Unterstand des Zentralen Omnibusbahnhofes ist aufgestellt und die Wegeführung klar zu erkennen. „Mit einer Mischung aus Zement und Asphalt entsteht eine halbstarre Lösung, die die schwere Last der vielen Busse besser verkraften soll“, erläuterte Walter Donges vom zuständigen Ingenieurbüro IMB Plan bereits bei der Vorstellung der Pläne. In Bad Vilbel wird diese Technik zum ersten Mal verwendet.

„Nachdem uns die ersten Wochen des Jahres sehr kalte Temperaturen und damit auch tiefen Bodenfrost gebracht haben, laufen die Bauarbeiten nun gut und effizient. Bei dem derzeitigen Baufortschritt sind wir optimistisch, den Fertigstellungstermin halten zu können“, erklärt der Fachdienstleiter für Tiefbau und Abwasser Matthias Bremer zur derzeitigen Situation. In den Wochen nach Ostern sei damit zu rechnen, dass die Busse wieder auf die angestammte Stadtseite des Nordbahnhofs wechseln.

Beschwerden zu Haltestellen

Die alten Fahrradabstellanlagen auf der Stadtseite werden indes in den kommenden Tagen zurückgebaut. Da auch gleichzeitig Arbeiten im Bereich des Treppenauf- und -abgangs zu den Bahngleisen stattfinden, sollten Fahrradfahrer direkt die neuen und erst kürzlich eröffneten Abstellanlagen auf der Quellenparkseite nutzen. Die neuen Anlagen auf der Stadtseite werden in den kommenden Wochen ebenfalls fertiggestellt.

„Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes war und ist ein wichtiger Bestandteil der Innenstadterneuerung. Wir sind froh, dass wir den ersten Bauabschnitt nun schon bald abschließen werden“, freut sich Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki (CDU). Insgesamt, berichtet Bremer, sei der erste Bauabschnitt weitestgehend geräuschlos und ohne größere Zwischenfälle getätigt worden. „Bis auf ein paar wenige Anmerkungen zur Dunkelheit im Winter hatten wir keinerlei Beschwerden der Bürgerschaft, und das an dieser zentralen Stelle der Stadt“, schildert Bremer, der jedoch direkt anmerkt, dass man gegen die Dunkelheit mit Baustellenlampen und Ausweitung dieser schnell reagiert hat.

Ganz recht hat Bremer damit allerdings nicht. Denn auch wegen der Beschilderung zu den in der Bauphase geltenden Bushaltestellen gab es kritische Anmerkungen. So wussten Ortsfremde nicht, in welche Richtung sie laufen mussten, um den Vilbus für Ziele in Bad Vilbel oder den 551er- oder den 30er-Bus in Richtung Frankfurt zu erwischen. Während die Vilbus-Haltestellen derzeit noch auf der Stadtseite liegen, muss man etwa für den 551er (Offenbach Hauptbahnhof), aber auch für die Linien 30 (Hainer Weg in Sachsenhausen), 65 (Ober-Erlenbach) und 74 (Karben) auf die Quellenparkseite wechseln.

Gastronomie möglich

Der Bahnhofsvorplatz als zentraler Punkt und Eingangstor nach Bad Vilbel wird mit dem Abschluss der Arbeiten wieder seinen alten und neuen Betrieb aufnehmen. An die Fertigstellung wird sich in der Folgezeit allerdings der zweite Bauabschnitt anschließen. Der wird jedoch erst dann erfolgen, wenn der Investor des sogenannten L-Baus am Rande des Platzes diesen Bau abgeschlossen hat, da unter dem entstehenden Platz eine Tiefgarage für den neuen Bau vorgesehen ist. „Sobald der Bau samt Tiefgarage steht, werden wir den zweiten Bauabschnitt beginnen, der dann den Platz abrunden wird und die Aufenthaltsqualität auf dem Platz enorm bereichern wird“, erklären Wysocki und Bremer.

Der L-Bau, hier freut sich die Stadt über einen hohen Verkaufsbetrag, der allerdings nicht näher benannt ist, rundet den Platz dann ab. Im Erdgeschoss sollen Ladengeschäfte einziehen. Ob es sich um Gastronomie handelt oder um andere Dienstleister, ist noch nicht bekannt. Doch soll es auf dem Platz auf jeden Fall Gelegenheit für Pendler, Anwohner und andere Gäste geben, Freizeit zu verbringen.

Schließlich, das ist eine recht einhellige Meinung innerhalb der Politik und der Stadtverwaltung, wird der Bahnhofsvorplatz zu einem zweiten Herz der Innenstadt. „Das wird der größte Platz in Bad Vilbel“, erklärte Bremer bereits im vergangenen Jahr. Größer als die Neue Mitte, größer als der Dortelweiler Platz. Und schick soll er werden. Trotz des regen Busverkehrs, der dann am neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) stattfinden wird, soll es Plätze zum Verweilen und Kaffeetrinken geben.

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