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Das Bad Vilbeler Kammerorchester bei seinem dritten Besuch in der französischen Partnerstadt Moulins in der Auvergne.

Kammerorchester

Bad Vilbel zu Besuch in Moulins

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Musik überwindet Grenzen, und gutes Essen verbindet Menschen überall in der Welt. Das bestätigte sich erneut am Wochenende. Da besuchte das Bad Vilbeler Kammerorchester (BVKO) mit seinem Dirigenten Klaus Albert Bauer zum dritten Mal die französische Partnerstadt Moulins.

14 der 30 BVKO-Musiker hatten sich mit Autos und Kleinbussen auf die 738 Kilometer lange Reise in die französische Region Auvergne im Département Allier gemacht. „Der letzte Besuch des BVKO in Moulins liegt fast 20 Jahre zurück. Es war an der Zeit, sich mal wieder musikalisch auszutauschen“, erläutert Anke Blochwitz.

Einen idealen Anlass für das Treffen mit den französischen Freunden und Musikern der Musikschule Moulins bot das in ganz Frankreich am Sonntag gefeierte „Fête de la Musique“ (Fest der Musik). Das wird jährlich immer am längsten Tag des Jahres gefeiert. Zum ersten Mal fand es 1982 in Paris statt.

Begrüßt wurden die Musiker des BVKO am Freitagabend von einigen Mitgliedern des Comité de Jumelage Bad Vilbel-Moulins bei einem „wunderbaren Abendessen“ in einem Innenstadt-lokal. Zu den Gastgebern gehörten Präsidentin Denise Fresse, Axelle de Lambertye vom Comité de Jumelage und der stellvertretende Bürgermeister, Stefan Lunte.

Das Trio spricht sehr gut Deutsch, und so klappte die Kommunikation von Anfang an problemlos. Am Samstag stand eine Besichtigungs-Tour durch die 990 gegründete Stadt, die von 1327 bis 1527 an der Spitze des Herzogtums Bourbon stand, auf dem Programm. Begeistert waren die Vilbeler Musiker von der

9000 Kostüme

aus Theater und Oper umfassenden, weltweit einzigartigen Sammlung des „Centre national du Costume de Scène“ (Kostümmuseum).

Danach widmeten sich die 14 Kammermusiker aus der Wetterau, verstärkt durch 15 Lehrer und Schüler der Musikschule Moulins, ihrem gemeinsamen Konzert. „Wir hatten uns getrennt voneinander monatelang vorbereitet. Die Noten hatten wir uns wechselseitig zugeschickt“, schildert Blochwitz

Die Zusammenarbeit klappte vom ersten Ton an bestens. „Es war von Anfang an eine konzentrierte, fröhliche Probe. Sie zeigte einmal mehr, dass man sich durch die universelle Sprache der Musik weltweit verständigen kann, auch wenn man der jeweiligen Landessprache nicht mächtig ist.“ Im Festsaal der Stadt spielten die französischen und deutschen Musiker vor einem interessierten Publikum Werke von Händel, Vivaldi, Mahler, Mascagni und Massenet. Beim Stück von Massenet spielte Nure Dlovani, die ehemalige Konzertmeisterin des Orchesters, die Solovioline.

Mit anhaltendem Applaus und Dankesworten drückten die Zuhörer ihre Begeisterung und emotionale Anteilnahme aus. Gefeiert wurde das erfolgreiche Konzert mit anregenden Gesprächen bei einem guten Essen und erlesenen Weinen. Ein baldiges Wiederhören und -sehen wurde vereinbart.

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