Pinkelpause

Vilbel diskutiert über Vilbus-Stopp an der Feuerwehr

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Ärgerlich für viele Eltern und unappetitlich für Passanten. Mit einem unerquicklichen Thema musste sich der Massenheimer Ortsbeirat in seiner Sitzung am Freitagabend beschäftigen. Herausgekommen ist eine Lösung, die alle zufriedenstellen dürfte.

Probleme mit dem Vilbus gibt es derzeit in ganz Bad Vilbel. Doch während es woanders meist der aus Staus und Verspätungen resultierende ruppige Fahrstil der Fahrer ist, hat Massenheim ein ganz anderes Problem.: Pausen.

Denn die Fahrer legen derzeit kurze Pausen an der Haltestelle Feuerwehr ein. Der Standort der Haltestelle in der Nachbarschaft zur Kita und nahe der Brücke über den Erlenbach sowie dort parkende Fahrzeuge allerdings führen zu Verkehrsproblemen, wenn Eltern ihre Kinder von der Kita abholen wollen. Sie kommen mit ihren Autos kaum am Bus vorbei.

Doch ist es noch ein anderes Problem, das dort herrscht. Denn die Fahrer nutzen die kurze Pause nicht nur für eine eventuelle Zigarette, sondern auch für ihre Notdurft in der nahen Erlenbachaue. Der SPD im Stadtteil ist das ein Dorn im Auge. Sie will im Ortsbeirat per Antrag eine Unterweisung der Fahrer erreichen, dort keine Pausen mehr einzulegen. Die seien dort auch gar nicht vorgesehen, sondern erst an der Kasseler Straße am Südbahnhof. Die Antwort der Stadtwerke überrascht.

Der Betreiber des Stadtbusnetzes bestätigt, dass an der Feuerwehr keine Pausen eingeplant sind. Doch benötigen die Fahrer in stauarmen Zeiten weniger Zeit für ihre Strecke, als dies laut Fahrplan eingeplant ist. Um dann nicht zu früh abzufahren, ist die Pause notwendig. Woanders als an den Haltestellen zu parken, sei den Fahrern nicht gestattet. Straffe man den Fahrplan, kann das Verspätungen zur Folge haben. Eine Möglichkeit bestehe nur darin, gegenüber der Haltestelle ein absolutes Halteverbot einzurichten. Eine Option, die vom Ortsbeirat nicht gewünscht wird.

Deswegen stößt der zweite Vorschlag der Stadtwerke auf viel positivere Resonanz. Denn die bieten an, den Fahrplan ab Dezember so anzupassen, dass die Pause nicht mehr an der Feuerwache besteht. Stattdessen können die Fahrer dann an der Haltestelle Friedhof, sowieso eigentlich die Endhaltestelle. Autos können hier ohne Engstelle passieren. Weiterer Vorteil: Dort ist eine Toilette vorhanden.

Auf Nachfrage von Brigitte Kiessl verweist Ortsvorsteherin Irene Utter (beide CDU) darauf, dass auch parkende Autos hier kein Problem hätten, da es sich in dem Bereich um Kopfparkplätze handele. Da auch die SPD als Antragstellerin die Vorteile dieser Lösung erkennt, ändert Ortsbeirat Bernd Hielscher den Antrag seiner Partei dementsprechend ab, dass eine Fahrplananpassung zum Fahrplanwechsel ab Dezember vorgenommen wird. Eine Lösung, die auf einhellige Zustimmung des Gremiums trifft.

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