Bad Vilbel muss verhandeln

Auf schwierige Verhandlungen einstellen kann sich die Stadt Bad Vilbel mit der Stadt Frankfurt. Einstimmig votierte das Stadtparlament am Dienstag dafür, den Schwerlastverkehr zum Laupus-Hof

Auf schwierige Verhandlungen einstellen kann sich die Stadt Bad Vilbel mit der Stadt Frankfurt. Einstimmig votierte das Stadtparlament am Dienstag dafür, den Schwerlastverkehr zum Laupus-Hof in Massenheim nicht mehr durch den Ortskern führen zu wollen. Der soll künftig über einen Feldweg von Harheim aus den Hof anfahren.

Die SPD als Antragssteller bezog sich dabei auf einen Beschluss im Massenheimer Ortsbeirat. Demnach vorgesehen ist laut Klaus Arabin, einen Feldweg auf 350 Meter (laut Irene Utter, CDU, 750 Meter) so auszubauen, dass dort schwere Lastwagen fahren können. Peter Paul ergänzte dazu, dass die Kosten für die Instandsetzung der Ortsstraßen deutlich höher liegen dürften als für den neuen Feldweg. Irene Utter bezeichnete die Verhandlungen als schwierig, sowohl von der Bereitschaft der Frankfurter wie auch bei der Kostenteilung. Trotzdem stimmten alle Fraktionen zu.

Einen neuen Versuch wagt die Stadt beim Auenspielplatz Gronau. Der soll in das Landschaftsschutzgebiet Auenlandschaft Wetterau eingebunden werden. Die lange Vorgeschichte bewertete Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (CDU) mit den Worten: „Wir wollen ja kein Atomkraftwerk bauen, obwohl der Eindruck entstehen könnte.“

Karola Götz (DNF) bemängelte, dass der Spielplatz nicht bereits bei der Planung des Neubaugebiets eingeplant worden sei. Jetzt trete die Stadt nicht in Nachverhandlungen, um gegenüber den Spielplatz zu errichten. Ziel sei es, auch dort später Häuser zu bauen. Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) entgegnete, dass die politischen Gremien keinen Antrag auf einen Spielplatz gestellt hätten, die Idee sei von den Bürgern gekommen. Der Beschluss fiel einstimmig bei Enthaltung der Neuen Fraktion.

Mit dem vorgesehenen Termin der Kommunalwahl am 6. März 2016 zusammengelegt wird die Bürgermeisterwahl in Bad Vilbel. Diesen Antrag stellten alle Fraktionen gemeinsam. Dadurch sei laut Jörg-Uwe Hahn (FDP) nicht nur eine höhere Wahlbeteiligung zu erwarten. Die Stadt spare auch rund 36 000 Euro ein.

Da Stöhrs Amtszeit am 16. Juni 2016 endet, wäre dieser Termin mit eventueller Stichwahl am 20. März nicht fristgerecht. Doch das Parlament könne zusammenlegen. „Wir können über alles streiten, aber nicht über diesen Termin“, verwies Hahn auf Karben, wo das Thema einen Disput ausgelöst hatte. kop

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