Programm der Bad Vilbeler Burgfestspiele steht

Bad Vilbel: Vorhang auf zur 30. Saison!

Die Bad Vilbeler Burgfestspiele sind ein Aushängeschild für die Stadt und feierten im vergangenen Jahr erneut einen Besucherrekord. Fast so sehr ersehnt wie der Beginn der Saison wird der Beginn des Vorverkaufs und die Bekanntgabe der Stücke. Am Freitagmorgen lüftete Intendant Claus-Günther Kunzmann den Vorhang und sprach über die kommende 30. Spielzeit im Jahr 2016.

Von NIKLAS MAG

„Wenn am 2. November der Vorverkauf beginnt und die Leute bereits früh morgens in der Schlange stehen, werden wir, wie in jedem Jahr, wieder heiße Getränke ausschenken“, sagt Dramaturgin Ruth Schröfel lachend. Auch Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) berichtet, in den vergangenen Tagen häufiger von Bürgern auf den Beginn des Vorverkaufs angesprochen worden zu sein. „Viele Bürger können es kaum erwarten“, so Stöhr.

„Man sagt ja, Vorfreude sei die schönste Freude, das passt natürlich nicht so ganz zu unserer Burg, denn das Schönste ist es, zu Beginn der Saison auf der Tribüne zu sitzen“, schwärmt der Bürgermeister. Er freue sich auf einen besonderen Kultursommer. Optimismus könne man sich an allen Fronten erlauben, die Rückmeldungen der Besucher sowie die Auswahl der Stücke für die kommende Spielzeit würden das bestätigen.

„Bei der Auswahl der Stücke war die ein oder andere schlaflose Nacht nicht zu vermeiden“, blickt Claus-Günther Kunzmann zurück. Die 30. Spielzeit sei eine ganz besondere Zeit: „Wir sind nun richtig erwachsen und etabliert“, findet der Intendant. Auch in diesem Jahr habe man bei der Auswahl der Stücke natürlich auf eine ausreichende Mischung geachtet, nicht nur der Unterschied zwischen Musical und Theaterstück, auch innerhalb der Sparten seien die Stücke zueinander ergänzend ausgewählt worden.

Dabei stoßen die Burgfestspiele allerdings immer wieder auf Probleme, gerade beim Musiktheater seien viele Lizenzen bereits vorzeitig von anderen Spielstätten geblockt. Der Erfolg der „Päpstin“ im vergangen Jahr gab Anlass für das erste Theaterstück im Abendprogramm: „Der Name der Rose“, ein Buch von Umberto Eco, mit dem dem Autor ein Welterfolg gelang, soll im Sommer seinen Weg in die Burgmauern finden. „Das Stück passt in die Burg wie kein anderes“, sagt Kunzmann. „Die tollen Figuren und der tiefe Blick ins finstere Mittelalter machen das Stück ungeheuer spannend“, schildert der Intendant.

Den Regisseuren bleibe man in diesem Jahr treu, so wird Ina Annett Keppel das Stück inszenieren. Die Regisseurin Adelheid Müther werde im Kontrast zu dem ernsten Mittelalterstück die Komödie „Mein Freund Harvey“ auf die Bühne bringen. „Hier stehen Witz und klassische Komödie im Vordergrund“, sagt Kunzmann.

Natürlich sind wie in jedem Jahr auch wieder zwei Musicals Teil des Abendprogramms. Eines wird Andrew Lloyd Webbers „Evita“ sein. Das Stück wird von Benedikt Borrmann inszeniert und schon traditionell vom Bad Vilbeler Chor „VilBelCanto“ auf der Bühne unterstützt.

„Der kleine Horrorladen“ steht als zweites Musical auf dem Programm. „Das Stück ist ausgesprochen unterhaltsam und heiter“, freut sich Kunzmann. Christian H. Voss wird das Stück auf die Bühne bringen. „Ich denke, wir haben da ein sehr vielseitiges Abendprogramm zusammengestellt“, sagt der Intendant. „Mein Freund Harvey“ wird das Abendprogramm voraussichtlich am 3. Juni eröffnen.

Das Kinderprogramm wird sich weiterhin der Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt erfreuen können. Hier zeigen die Burgfestspiele in diesem Jahr Mozarts „Zauberflöte“, für Kinder aufbereitet, sowie „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Für die Schulkinder wird „Ronja Räubertochter“ als Schauspiel dargeboten. „Die Stücke sind wunderbar bei uns in der Burg zu erzählen und für Kinder ab fünf Jahren geeignet. ,Ronja Räubertochter’ eher für Kinder ab sieben Jahren, da es das Erwachsenwerden thematisiert“, kündigt Kunzmann an.

Noch nicht ganz rund sei das Kellerprogramm: „Wir liebäugeln momentan mit einer Wiederaufnahme von ,Tschick’, doch da müssen noch einige Fragen geklärt werden“, bedauert der Intendant. Mit Hitchcocks „Die 39 Stufen“ sowie der Liebeskomödie „Mondscheintarif“ seien aber zwei Kellerstücke schon sicher. „Desweiteren überlegen wir momentan, ob wir eine kleine Fassung des Bestsellers von Timur Vermes’ ,Er ist wieder da’ anbieten sollen, auch das ist aber momentan noch nicht klar“, sagt Kunzmann.

Bei den Matinéen werde man wieder auf bekannte Shows setzen, verspricht Ruth Schröfel. Die „Brass Band Hessen“ sowie „6-Zylinder“ werden erneut zu sehen sein. Auch Sängerin Stefanie Schaefer wird nach einer Pause im vergangenen Jahr wieder antreten.

„In neuem Glanz erstrahlen“, lautet das Motto der 30. Spielzeit. Viele Kleinigkeiten rund um die Burg sollen deshalb überarbeitet werden, beispielsweise durch eine stärkere Illumination des Burgparks.

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