Bürgerversammlungen

Bad Vilbeler entscheiden: Ja oder Nein zum Hessentag

Weiter mit hohem Tempo schreitet die mögliche Bewerbung der Stadt Bad Vilbel für den Hessentag 2020 voran. Am morgigen Samstag und am Montag wird es dazu Bürgerversammlungen geben. Das soll Transparenz schaffen, mit der die Stadt Bad Vilbel durchaus Pluspunkte beim Land Hessen sammeln will.

Zwei große Informationsveranstaltungen gibt es für die Bad Vilbeler Bürger: am morgigen Samstag ab 16 Uhr und am Montag (6. März) ab 19 Uhr, beide im Kultur- und Sportforum Dortelweil. Dort informiert die Stadtverwaltung nicht nur über den aktuellen Stand der Bewerbung, sondern möchte mit den Vilbelern auch deren Anregungen und Kritik bereden. Beide Veranstaltungen sollen rund zwei Stunden dauern.

Neben den Infos gibt es jeweils Podiumsdiskussionen: mit Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU), Kulturamtsleiter Claus Kunzmann und Kino-Macher Dennis DiRienzo. Am Samstag kommen noch Hassia-Chef Dirk Hinkel und der Ex-Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) der Hessentagsstadt Wetzlar hinzu – moderiert vom Bad Vilbeler FNP-Redaktionsleiter Thomas Schwarz. Am Montag stehen FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth und der Oberurseler Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) Rede und Antwort – moderiert vom in Gronau lebenden FAZ-Herausgeber Werner D’Inka.

Anwalt der Bürger

Neu ist, dass zumindest der Beginn der jeweiligen Termine auch live übertragen werden. Denn seit einer Woche hat die Stadt Bad Vilbel einen runderneuerten Auftritt auf Facebook. Unter dem Stichwort „Bad Vilbel“ ist dieser Auftritt zu sehen, der sich optisch ansprechend gibt. Auch die Möglichkeit, Fragen vor den Versammlungen zu senden, gibt es. Dies kann man auch unter dem Stichwort „Hessentag Bad Vilbel“ auf Facebook erledigen.

Das kann man aber auch in der Versammlung selbst. Doch nach der Begrüßung durch Bürgermeister Stöhr wird zunächst Kulturamtsleiter Kunzmann über die aktuellen Planungen referieren. Dann kommt es zur Podiumsdiskussion, in der verschiedene Themen angeschnitten werden. Zeitgleich können Bürger ihre Fragen auf vorher ausgegebene Zettel notieren. „Die werden von acht Mitarbeitern der Stadtverwaltung eingesammelt und schon einmal thematisch sortiert“, schildert Stadtsprecher Yannick Schwander.

So sollen die Fragen dann von Dennis DiRienzo zum passenden Zeitpunkt gestellt werden. „DiRienzo fungiert hier als Anwalt der Bürger“, skizziert Schwander dessen Rolle bei den Veranstaltungen. Doch Schwander hofft, dass nicht nur Skeptiker zu Wort kommen. „Es ist oft so, dass bei Veranstaltungen dieser Art vor allem die Kritiker erscheinen. Das ist gut, denn alle Zweifel sollen durch diese Veranstaltung ausgeräumt werden. Doch freuen wir uns auch über positive Kommentare“, hofft Schwander.

Vereine wollen mitmachen

Damit ist er nicht alleine. Denn das Personal der Stadtverwaltung, das mit der Hessentags-Bewerbung beschäftigt ist, arbeitet nahezu euphorisch an dem Projekt. In den verschiedenen Arbeitsgruppen arbeiten Fachdienstleiter und Fachbereichsleiter sowie deren Stellvertreter. So etwa zum Thema Verkehr Fachbereichsleiter Timo Jehner und der Chef der Ordnungspolizei Klaus Zeller. „Alle sind Feuer und Flamme“, sagt Schwander, Überstunden würden dafür gerne in Kauf genommen.

Was für die Bürger nun am Samstag und Montag gilt, haben die Vereine bereits hinter sich. Doch mit dem Treffen am 8. Februar im Kurhaus soll das nicht als abgehakt gelten. „Wir haben alle Notizen von dort mitgenommen und pflegen sie ein. Auch weiterhin wollen wir mit den Vereinen, Kirchengemeinden und anderen Organisationen zusammenarbeiten, um auch deren Wünsche einbauen zu können“, sagt Schwander. So habe sich bereits vor dem Treffen Fun-Ball Dortelweil gemeldet, da diese an dem Abend keinen Vertreter hatten entsenden können. „Die Bereitschaft, mitzuwirken, ist gigantisch“, beschreibt Schwander die bisherigen Reaktionen. Und die Vereine sollen auch in einen möglichen Hessentag eingebunden werden. „Dieser ganze öffentliche Prozess soll auch in unsere Bewerbung einfließen“, schildert Schwander und hofft auf Bonuspunkte dafür.

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