Aktion zugunsten der Leberecht-Stiftung

Vorlesen, um Kindern zu helfen

Neben dem Trubel des Bad Vilbeler Weihnachtsmarktes – oder besser unter dem Trubel, nämlich im Burgkeller – gibt es ebenfalls viel zu sehen.

Neben dem Trubel des Bad Vilbeler Weihnachtsmarktes – oder besser unter dem Trubel, nämlich im Burgkeller – gibt es ebenfalls viel zu sehen. Nicht nur der Bürgermeister, auch Krimiautoren und Sänger Gottfried Lehr geben Literatur und Musik zum Besten. Veranstaltet werden die Lesungen von der FNP, zugunsten der hauseigenen Leberecht-Stiftung.

Den Anfang macht Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU). Er trägt im Keller seine liebsten Weihnachtsgeschichten für Kinder vor. „Es gibt so viele Lesungen für Erwachsene heute, deshalb habe ich gesagt, ich will unbedingt etwas für die Kinder machen“, sagt der Bürgermeister auf der Bühne.

FNP-Redakteur Thomas Kopp, zuständig für das Ressort Bad Vilbel, eröffnet die Lesungen: „Die Leberecht-Stiftung hilft seit 60 Jahren benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Region“, beginnt er. So unterstütze man aktuell beispielsweise eine Familie in Gronau mit einem Spezialfahrrad, und die Stiftung habe einer schwerbehinderten Frau in Dortelweil einen Außenaufzug finanzieren können, den die Krankenkasse nicht übernehmen wollte.

Heinrich Cuipers vom Burgfestspielensemble liest außerhalb des FNP-Programms skurrile Weihnachtsgeschichten vor, danach sind Gottfried Lehr und Uli Aechtner wieder für die Stiftung an der Reihe. Der an diesem Abend von Annette Zindel-Strauss als „Bembel-Barde“ und von Thomas Kopp als „Nidda-Papst“ betitelte Sänger und Gewässerökologe unterstützt Aechtner musikalisch. Diese hat jahrelange Erfahrung als Journalistin, unter anderem für das französische Fernsehen und liest aus ihren Kriminalromanen, die nicht zuletzt in Bad Vilbel spielen, wie das neue Buch „Todesrauscher“. „Ich finde das super gut hier“, sagt Gottfried Lehr. „In einem Land, wie unserem, in dem es vielen Leuten wirklich gut geht, sollte man gerade an Weihnachten auch mal an andere denken“, findet der Bad Vilbeler.

Die abendliche Lesung mit Krimiautor Daniel Holbe lockt besonders viele Besucher in den Keller. „In Dorn-Assenheim lebt er mit mehreren Generationen auf einem alten Bauernhof und hat nicht nur die Bürde, sondern auch die Ehre erhalten, die Buchreihe des verstorbenen Autoren Andreas Franz mit der Hauptfigur Julia Durant weiterzuführen“, kündigt Kopp ihn an. Holbe hat eine Weihnachtsgeschichte mitgebracht, doch auch seine Bücher gibt es vor Ort: „Der Verlag hat sich bereiterklärt, Bücher für den guten Zweck zu spenden“, erläutert Holbe.

Dass der Benefizgedanke hinter der Lesung stehe, freue ihn besonders, doch auch für ihn als Autor sei das eine gute Gelegenheit: „Man schreibt ja zu Weihnachten dann doch mal eine Weihnachtsgeschichte, aber wo soll man diese vorlesen? Auch deshalb freue ich mich sehr, wieder hier sein zu dürfen“. René Di Rienzo folgt am Sonntag mit musikalischen Lesungen für Erwachsene und Kinder.

(nma)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare