Nicht nur das Spiel seiner Mannschaft, auch aktuelle Strömungen im Sport verfolgt er genau: Amir Mustafic (re.).
+
Nicht nur das Spiel seiner Mannschaft, auch aktuelle Strömungen im Sport verfolgt er genau: Amir Mustafic (re.).

Fußball

Das wäre nichts für meine Kinder

Schweini, Pep, Aigner, Olympia – und Tattoos: Der Bad Vilbeler Verbandsliga-Trainer hat da seine ganz eigenen Ansichten.

Mit dem FV Bad Vilbel hat er in der vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg aus der Verbandsliga Süd ins hessische Oberhaus gekämpft. Am Ende hatte Meister Viktoria Urberach gerade einmal drei Punkte mehr auf dem Konto als das Team von Vilbels Trainer Amir Mustafic (41). Bevor es für seine Elf nun in der neuen Saison am Freitag, 12. August (19.30), gegen Rückkehrer FC Bensheim um die ersten Verbandsliga-Zähler 2016/17 gehen wird, bezog er in unserer Rubrik „So seh’ ich das“ zu fünf aktuellen Entwicklungen im Sport Stellung.

Nun starten also doch russische Athleten bei Olympia. Ist IOC-Präsident Thomas Bach noch glaubwürdig?

AMIR MUSTAFIC: Warum nicht? Ich bin der Meinung, dass man nicht alle Athleten auf Verdacht sperren sollte. Es sind ja schließlich nicht alle Teilnehmer gedopt, und auch bei Olympia gilt die Unschuldsvermutung.

Bastian Schweinsteiger steht bei Manchester United vor dem Aus und wird offensichtlich nicht mehr berücksichtigt. Jetzt gab er selbst noch den Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt.

MUSTAFIC: Ich finde es schade, weil Bastian Schweinsteiger lange Zeit eine prägende Figur im deutschen Fußball war. Vielleicht spürt er aber, dass es gesundheitlich auf diesem Level einfach nicht mehr reicht. Er wird das selbst am besten wissen und die richtige Entscheidung getroffen haben. Dass er bei Manchester United aussortiert wurde, ist natürlich bitter für ihn. Ich kann das aber auch verstehen. Als Trainer auf solch einem Niveau muss man vielleicht so handeln und ganz einfach ehrlich sein.

Wäre es nach Pep Guardiola gegangen, hätte ihn nicht Carlo Ancelotti, sondern Borussia Dortmunds Trainer Thomas Tuchel bei Bayern München beerbt.

MUSTAFIC: Gott sei Dank dürfen die Trainer das nicht selbst entscheiden. Ich habe kein Problem mit Thomas Tuchel. Er ist einer der besten Trainer, die wir aktuell in Deutschland haben. Auch Carlo Ancelotti hat ein super Renommee. Er ist ein bisschen erfahrener, aber das gilt nur für den Moment.

Der Wechsel Stefan Aigners von Eintracht Frankfurt zum Zweitligisten TSV 1860 München gilt als beschlossene Sache. Ein fürstliches Gehalt mitsamt einer Wohnung in Dubai sollen zwei nette Dreingaben seines Vereinswechsels sein.

MUSTAFIC: Natürlich schade, wenn Stefan Aigner nach München wechseln würde. Gerade weil er immer einmal für Vollgas bei der Eintracht gesorgt hat. Möglicherweise möchte er sich für die Zukunft absichern. Ein solcher Verlust ist aber auch immer mit neuen Chancen verbunden. In diesem Fall können sich andere Spieler mehr zeigen. Ich bin mir sicher, dass mein Landsmann Niko Kovac den Ausfall kompensieren kann.

Längst sind sie Teil der meisten Profikicker: Tattoos. Der von der TSG 1846 Hoffenheim zu Bayer Leverkusen gewechselte Kevin Volland spricht sich als einer der (sehr) wenigen deutlich offensiv gegen Körperverzierungen aus.

MUSTAFIC: Jeder kann mit seinem Körper machen, was er will. Für mich ist das aber nichts, da bin ich ganz auf der Seite von Kevin Volland. Das wäre auch absolut nichts für meine Kinder. snd

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare