Brandschützer

Wehr zeigt, was sie leistet

Bad Vilbels Feuerwehr kann sich seit jeher mit einem hohen Ausbildungsstand der Mitglieder rühmen. Dabei sind sämtliche Retter ehrenamtlich aktiv – auch außerhalb der Einsätze bei Festen oder Informationsveranstaltungen. Das soll der Bevölkerung künftig noch besser dargestellt werden.

Aus allen Stadtteilen haben sich Vertreter der Bad Vilbeler Feuerwehren im Heilsberger Feuerwehrhaus eingefunden, um die Arbeit der Gruppe vorzustellen. Auch Stadtsprecher Yannick Schwander ist vor Ort, denn auch die Stadt soll in mögliche Veränderungen bei der Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren einbezogen werden.

„Gerade bei größeren Einsätzen wäre es sinnvoll, wenn der Einsatzleiter vor Ort eine Art Faktenpapier ausfüllen könnte, damit die Presse und auch wir bei der Stadt die grundlegenden Informationen auf einen Blick haben“, merkt Schwander an.

Für die Bürger im Einsatz

„Uns ist wichtig, dass Berichte über unsere Einsätze veröffentlicht werden“, erklärt Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll. „Zum einen soll die Öffentlichkeit darüber informiert werden, warum beispielsweise eine Straße gesperrt wurde und was genau passiert ist.“ Zum anderen wolle die Feuerwehr zeigen, dass sie für die Bürger da sei, wenn etwas passiere.

Schließlich sei es auch für die Feuerwehrleute nicht immer einfach, bei Wind und Wetter und zu unangenehmen Uhrzeiten zu Einsätzen auszurücken. „Diese Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit soll in Zukunft mehr in den Fokus unserer Öffentlichkeitsarbeit rücken“, so Moll.

Mehr als Vereinsmeierei

Schließlich sei die Feuerwehr nicht nur Vereinsmeierei. Auch plant die Arbeitsgruppe, die einzelnen Stadtteilwehren näher zusammenzuführen, die, historisch bedingt, eher in sich geschlossene Gruppen bilden. Ein internes Blättchen, das von den Feuerwehrleuten herausgegeben wird, könne die Kommunikation verbessern.

Auch die Einrichtung eines gemeinsamen Internetauftritts aller Stadtteile stehe auf der Liste. Die Arbeitsgruppe hat sich auch überlegt, künftig eigene Pressemeldungen zu Verkehrsunfällen herauszugeben, um die sehr faktenlastigen Meldungen der Polizei mit eigenen Daten zu ergänzen. Etwa damit, wie viele Feuerwehrleute sich bei einem Einsatz die Nacht um die Ohren geschlagen haben oder wie viele Fahrzeuge im Einsatz waren.

Das sei den Feuerwehrmännern wichtig, um das Ehrenamt hervorzuheben. Als nächsten Schritt möchte die Arbeitsgruppe ein Formular ausarbeiten, das Presse und Stadt unmittelbar nach einem Einsatz mit den wichtigsten Informationen versorgt. nma

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare