Caravaning-Tage in Bad Vilbel

Wohnmobile liegen voll im Trend

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Mit neuem Ausstellerrekord lockten die zehnten Bad Vilbeler Caravaning-Tage am Wochenende Besucher aus ganz Deutschland auf den Vilbeler Festplatz. Dort gab es viele neue Trends zu bestaunen.

„Es sind die neuen Ideen, die hier präsentiert werden, die die Messe so interessant machen, die Möglichkeit, neue Anregungen mitzunehmen, um dann in die Saison zu starten“, betont Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) bei seiner Begrüßung der Gäste im Messezelt der Caravaning-Tage. Zum Jubiläum warten auf dem riesigen Ausstellungsgelände am Festplatz bei FFH mehr als 300 Wohnmobile – ein neuer Ausstellerrekord – und jede Menge Service- und Bedarfsangebote zum mobilen Urlaub.

Für diese beeindruckende Angebotsvielfalt nimmt sich Stöhr (CDU) extra etwas Zeit und lässt sich von Udo Rohwedel, dem Organisator der Messe, über das Gelände führen. „Je nach Wetter rechnen wir mit bis zu 10 000 Besuchern aus ganz Deutschland“, sagt Rohwedel, seit vier Jahren federführend in der Ausrichtung der Caravaning-Tage.

Für das Zehnjährige in diesem Jahr sind neben dem Ausstellerrekord auch drei neue Händler mit an Bord. Damit brauche man den Vergleich mit den großen Messen in Düsseldorf und Hamburg nicht zu scheuen, betont Rohwedel stolz. „Wir sind bemüht, auch immer mehr die Individualanbieter mit in unser Programm zu integrieren, so dass man neben dem Standardprogramm noch mehr individuelle Dinge bekommt“, erklärt der Vilbeler Familienvater, der selbst Reise-Enthusiast ist.

Denn der Trend in der Branche, ob bei den Marktführern oder kleinen Unternehmen, gehe ganz klar zur Individualisierung. Camper seien eben von Natur aus Individualisten, resümiert Rohwedel schmunzelnd. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn für das perfekte Reise-Erlebnis in freier Natur gibt es mittlerweile von der Innenraumgestaltung eines Gebraucht- oder Luxus-Wohnmobils über den hochpreisigen Ausbau eines Privat-Vans bis hin zum innovativen Camping-Zubehör jede Menge zu bestaunen. „Unser Schwerpunkt ist die Einzelfertigung, wir richten das Fahrzeug genau so ein, wie es der Kunde wünscht“, erklärt Gerd Schneider von der Polster-Firma Maß-Schneider aus der Eifel. Bei einem Neukauf kooperiere seine Firma für den Kunden „als Bindeglied“ mit der jeweiligen Fahrzeugfirma.

Doch auch beim Umpolstern alter Mobile helfe er seinen Kunden, neues Leben in ihr Fahrzeug zu bringen, erklärt Schneider, mittlerweile zum dritten Mal bei den Caravaning-Tagen in Vilbel dabei. Draußen, vor dem Messezelt, geht es bei Hagen Dziuba von Behl Mobile um die exklusiven Annehmlichkeiten des Reisens. „Unsere Kunden haben meist eine ganz genaue Vorstellung, was sie haben möchten, ob Allrad-Antrieb oder Kompressorkühlschrank“, so der Van-Experte. Ein individuell ausgebauter VW-Bus koste mit allem drum und dran an die 70 000 Euro. Während sich zahlreiche Besucher die Augen an den imposanten Fahrzeugen satt sehen, genießen viele im Festzelt die gemütliche Gemeinsamkeit unter Freunden und anderen Reise-Enthusiasten.

„Uns macht die Messe extrem viel Spaß, sie ist abwechslungsreich und sehr gemütlich“, berichtet die Nieder-Eschbacherin Heike Fischer, die gemeinsam mit ihrer Karlsruher Freundin Branka Werner gerade einen Liegestuhl ausprobiert.

„Wir sind im vergangenen Jahr beinahe 3000 Kilometer mit dem Wohnmobil und unseren Motorrädern durch Deutschland getourt, Flexibilität und Reisekomfort sind uns daher sehr wichtig“, betont Branka Werner. „Man sucht als Camper eigentlich immer, auch wenn man hat“, resümiert Besucherin Heike Fischer zwinkernd.

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