Neue Bauprojekte

Ziegelei und Jugendhaus auf dem Weg

  • Thomas Kopp
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In Massenheim und auf dem Heilsberg werden die Weichen für zwei große Bauprojekte gestellt. Doch die Auffassungen dazu im Parlament wiesen große Unterschiede auf.

In Massenheim und auf dem Heilsberg werden die Weichen für zwei große Bauprojekte gestellt. Doch die Auffassungen dazu im Parlament wiesen große Unterschiede auf.

Zum einen geht es um das Baugebiet Ziegelei in Massenheim, zum anderen um das geplante Jugendhaus auf dem Christeneck. In Massenheim tritt Grundstücksbesitzer Michael Strauch als Bauherr auf, auf dem Heilsberg die Stadt.

Beim Privat-Investoren scheiden sich die Geister. So sprach Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) davon, die geplanten Änderungen des Bebauungsplanes würden nun den vorhandenen Strukturen und dem Ortskern noch mehr gerecht, als dies vorher der Fall gewesen sei. In Reaktion auf die jüngsten Bebauungspläne von Dietmar Bücher im Quellenpark nämlich verringerte Strauch die Anzahl der Geschosse und machte aus Mehrfamilienblocks Reihenhäuser.

Grundsätzlich sei das Bauvorhaben positiv zu bewerten, pflichtete Manfred Kissing (Grüne) bei. Doch durch die nun entstehenden Defizite befinde man sich „städtebaulich auf dem Holzweg“. Der Geschossbau sei wichtig gewesen, um Käufer mit niedrigeren Einkommen anzulocken. Die „klassische Investorenplanung“ verzichte nun auf eine Tiefgarage, durch die oberirdischen Parkplätze gehe Grün verloren. Vorher öffentliche Grünanlagen gingen nun in private Hand über, so dass keine sonderlich angemessene Begrünung zu erwarten sei. Karola Götz (DNF) kritisierte, dass von geplanten 80 Wohnungen nun nur 34 übrig blieben.

Diese Meinung verwunderte Stöhr: „Ich hätte gedacht, dass die Grünen wegen der aufgelockerten Bebauung in Jubel ausbrechen.“ Die Alternative zur Bebauung durch Strauch wäre der Verbleib als Gewerbegebiet mit beachtlichem Bebauungspotenzial gewesen.

Klaus Arabin (SPD) wies besonders darauf hin, dass es sich eben hier um ein privates Projekt handele. Strauch habe das Grundstück schon vor der Umwandlung besessen und nun auf die veränderte Situation im Quellenpark reagiert. Dies sei auch sein gutes Recht. Am Ende stimmten nur die Grünen und die DNF gegen den Antrag.

Einstimmig fiel hingegen der Beschluss für das Jugendhaus. Karola Götz bemängelte allerdings die Lage am äußersten Rand des Heilsberg, was Probleme bei der Erreichbarkeit erzeuge. Auch Peter Paul (Grüne) hätte die Zigeunerwiese favorisiert. Doch letztlich waren alle froh, dass das Projekt nach langen Jahren vorankommt. „Und das mit großer rechtlicher Sicherheit“, sagte Sebastian Wysocki (CDU) angesichts sicher erscheinender Klagen von Anwohnern.

(kop)

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