Verkehrskreisel in Bad Vilbel

Zwei fertig, der dritte folgt

  • Thomas Kopp
    VonThomas Kopp
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Jetzt geht’s in die heiße Phase: Die Baustelle der Drei Kreisel rückt mit ihrem Schwerpunkt auf die Kasseler Straße vor. Bis April müssen sich Autofahrer auf Änderungen einstellen. Und danach wird’s erst richtig heiß.

Die Arbeiten an der Drei-Kreisel-Lösung auf der Homburger Straße gehen zügig voran. Dank der für einen Winter milden Witterung sind beim Schwimmbad- wie auch beim mittleren Schulkreisel die Arbeiten weit fortgeschritten, so dass bereits jetzt der vierte Bauabschnitt des Großprojektes beginnen kann.

„Die milden Temperaturen ermöglichen es uns, auch Mitte Januar an der Großbaustelle weiter zu arbeiten. Wir können somit bereits jetzt mit den Arbeiten am Kreisel auf der Kasseler Straße östlich des Bahnviadukts beginnen“, berichtet Erik Schächer, Fachbereichsleiter des Bad Vilbeler Bauamtes.

Die Arbeiten auf der Kasseler Straße regeln den Verkehr an der Kreuzung Homburger / Kasseler Straße neu, aus der früheren Ampelkreuzung wird ein Kreisel. Dazu wird die Kasseler Straße auf etwa 200 Metern halbseitig zur Baustelle. Die angrenzende Feldberger Straße ist dann nur über die geöffnete Gederner Straße zu erreichen und wird ebenso zur Sackgasse wie die parallel verlaufende Homburger Straße 1-26 (Kernstadtseite). Dieser Straßenabschnitt ist dann nur aus der Friedberger Straße anfahrbar.

„Mit dem Kreisel wird die Kasseler Straße leistungsfähiger als je zuvor. Der provisorische Kreisel hat die Vorteile gegenüber der früheren Ampelkreuzung deutlich gemacht: Sogar zur Hauptverkehrszeit war eine zügige Abwicklung des Verkehrs möglich, ganz ohne lange Wartezeiten vor der damaligen Ampel“, schildert der Chef der Straßenverkehrsbehörde, Timo Jehner.

Altbekannte Situation

Verbunden mit den Bauarbeiten über der Erde werden, wie bereits bei der bisherigen Baustelle in der Homburger Straße, umfangreiche Erneuerungsarbeiten an den Versorgungsleitungen für Wasser- und Abwasser, Gas, Elektrizität und Telekommunikation vorgenommen. „Für die etwa zwölfwöchigen Bauarbeiten zum Bau des Kasseler Kreisels in diesem Abschnitt werden wir eine provisorische Ampel aufstellen, die dann einspurig den Verkehr regelt. Dies wird ähnlich ablaufen wie vor Beginn der Bauarbeiten, Autofahrer treffen daher auf eine altbekannte Situation. Sobald die Kanalarbeiten in der Straßenmitte abgeschlossen sind, wird umgehend die Ampelregelung überprüft und gegebenenfalls modifiziert“, erläutert Jehner.

Die aktuelle Verkehrsführung im restlichen Baustellenbereich westlich des Bahnviadukts bleibt unverändert: Aus der Kernstadt kommend führt der Verkehr unter der Unterführung in den mittleren Kreisel. Von dort aus wird die neue Max-Planck-Straße und anschließend die alte Homburger Straße genutzt. Aus Richtung Massenheim kommend wird der Verkehr per Einbahnstraße durch die beiden Großkreisel zum Viadukt geführt. Unter dem Viadukt regelt dann vorerst neu eine Ampelanlage die Zufahrt auf die Kasseler Straße.

Zum Schul- und Sportviertel geht es nun über den fertigen Kreisel direkt in die Straße Am Sportfeld. An der bisherigen Schul-, Fuß- und Radwegeregelung ändert sich ebenfalls vorerst nichts. „Nach dem vierten Bauabschnitt, etwa im April, stehen allerdings die Tiefbauarbeiten unterhalb des Viadukts an, bei denen wir nicht um eine Sperrung der Unterführung herumkommen werden“, bereitet Schächer auf die sensibelste Phase der gesamten Bauarbeiten vor.

Stadt wird zweigeteilt

Denn dann wird eine größere Umfahrung nicht zu vermeiden sein. Die Stadt wird zweigeteilt, wie Stadtsprecher Bastian Zander erläutert. Als Ausweichmöglichkeiten soll dann vor allem die B 3 dienen, aber auch Teile des Quellenparks könnten geöffnet werden. Das Viadukt wird dann für voraussichtlich acht Wochen voll gesperrt. Betroffen davon sind auch die Schulbusse und andere Buslinien.

Wie genau sie umgelenkt werden, wird derzeit noch im Rathaus geprüft. „Die genauen Umleitungspläne werden vor dem dann fünften und sechsten Bauabschnitt frühzeitig kommuniziert, und Schulen, Rettungskräfte, Sportvereine, wie auch die Bevölkerung und Pendler, umfangreich informiert“, berichtet Jehner weiter.

„Die Baustelle hat sich bewährt. Zu größeren Komplikationen an der sogenannten Operation am offenen Herzen kam es trotz voller Verkehrslast nicht, die Arbeiten liefen bisher nahezu reibungslos ab. Viele Verkehrsteilnehmer berichten uns, dass die Verkehrssituation im Vergleich zur alten Regelung schon jetzt deutlich besser sei“, erläutern Jehner und Schächer.

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