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Akkordeon-Orchester begeistert

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Von: Christine Fauerbach

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Blick auf das Akkordeon-Orchester beim Jahreskonzert im Kulturforum. © Christine Fauerbach

Musik lag am Sonntag in Bad Vilbel in der Luft. Das Akkordeon-Orchester Bad Vilbel (AOBV) hat mit seinen beiden »Jahreskonzerten« bei strahlendem Sonnenschein die bunten Farben des Herbstes zum Klingen gebracht. Elke Deweil und ihre 22 Musikerinnen und Musiker sorgten mit einem breit gefächerten Repertoire für gute Laune bei ihren zahlreichen Fans.

D as Akkordeon-Orchester Bad Vilbel (AOBV) hat in der Quellenstadt und Umgebung viele Fans. Die strömten am Sonntag gleich zweimal in Scharen ins Kulturforum Dortelweil. Dort verzauberten 22 Musikerinnen und Musiker unter Leitung ihrer Dirigentin Elke Deweil das Publikum im Rahmen ihrer beiden Jahreskonzerte mit Live-Musik vom Feinsten. Mit Können, Feingefühl und Elan entlockten sie ihren Instrumenten eine große Klangvielfalt. Die Bandbreite des Repertoires erstreckte sich von Klassik über Film- bis zu Rockmusik. Moderator Dr. Boris Böddinghaus begrüßte die Fans des Orchesters. Das hatte bereits seine Fans mit der fantasievollen Filmmusik »Conquest of Paradise« des griechischen Komponisten Vangelis aus dem Historienfilm »1492 - die Eroberung des Paradieses« musikalisch auf das abwechslungsreiche Konzert eingestimmt. Der Moderator erinnerte daran, dass »das Lied hierzulande als Einmarschlied des Gentleman-Boxers Henry Maske berühmt wurde«.

Weiter ging es mit einer jazzartigen Fuge in Anlehnung an Bachs »Wohltemperiertes Klavier«. Das AOBV spielte das »Präludium und Interludium Nr. 1«, aus der bekannten Sammlung von Präludien und Fugen für Tasteninstrumente Bachs. Danach forderte der Moderator das Publikum auf, »seiner Fantasie freien Lauf zu lassen« und wie ein Vogel mit »Adiemus« von Karl Jenkins über atemberaubende Landschaften zu fliegen.

Weiter im Programm ging es mit den berühmten Tänzen aus der »Nussknacker Suite« von Pjotr Tschaikowski. Die Musiker interpretierten gekonnt den Russischen Tanz, den Arabischen Tanz und mit dem Blumenwalzer einen langsamen Wiener Walzer, der zum Tanzen ideal ist. Das Drama »Wie im Himmel« kennen viele Konzertbesucher von der Inszenierung bei den Burgfestspielen. Das AOBV weckte Erinnerungen an das Stück mit der Musik von Kay Pollak, indem es »Gabriella’s Song« spielte.

Nach Klassik und Filmmusik wandte sich das AOBV der Rockmusik zu. Mit einem »Queen-Medley« erinnerten die Musikerinnen und Musiker an die britische Rockband und ihren schillernden Sänger Freddie Mercury. Zwei Jahrzehnte lang begeisterte das Quartett seine Fans weltweit mit einem Hit nach dem anderen. Sieben davon spielte das AOBV. Verstärkt wurden sie dabei von E-Gitarrist Oliver Hartmann. Der wandelte bei seinem Auftritt auf den Spuren von Freddie Mercury. Passend zum Queen-Medley hatte der Moderator sein zuvor klassisches Outfit mit Krawatte, Hemd und Jackett gegen ein weißes Unterhemd und eine dunkle Sonnenbrille à la Freddie Mercury gewechselt. Das kam beim Publikum bestens an und bescherte ihm einen Sonderapplaus.

Zum Medley gehörten »Barcelona«, »A Kind of Magic«, »Who Wants To Live Forever«, »The Great Pretender« und »We are The Champions«, aber auch mit »Innuendo« ein »weniger bekannter, düster-hardrockiger Song. Den musikalischen Schlusspunkt setzte das AOBV mit der sechsminütigen »Bohemian Rhapsody«, dem ersten Nummer Eins-Hit von Queen, mit welchem der Band 1975 der Durchbruch gelang.

Die stürmisch herbeigeklatschte Zugabe wurde mit »Always Look on the bright side of life« von Monty Python aus dem Jahr 1979 gegeben. Das AOBV kündigte seinem begeisterten Publikum an, sich bereits heute den 19. November 2023 zu notieren. An diesem Sonntag finden dann wieder die Jahreskonzerte des Akkordeon-Orchesters statt.

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Auf den Spuren von Freddie Mercury: Moderator Boris Böddinghaus. © Christine Fauerbach

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