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An der Tafel ins Gespräch kommen

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Von: Christine Fauerbach

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Gemeinsam tafeln: Eine Gruppe von Nachbarn und künftigen Neubürgern des Wohngebietes Stadtgärten hat sich zusammengefunden. © Christine Fauerbach

Bad Vilbeler und Neubürger feierten ein Sommerfest in den Stadtgärten. Vereine, Verbände, der Dottenfelder Hof, Musikschule, Kirchen, Parteien und Gastronomen nutzten die Gelegenheit, um sich vorzustellen und mit den Zugezogenen ins Gespräch zu kommen.

Bad Vilbel. Eine gelungene Premiere hatte am Samstag das Sommerfest in den Stadtgärten. Für rund 800 Menschen aus aller Welt ist das zwischen Kernstadt und Massenheim gelegene Wohnquartier ihr neues Zuhause. Viele weitere werden folgen, wenn der Innenausbau der Häuser in der westlichen Häuserzeile beendet ist und weitere Gebäude fertiggestellt sind. Die Idee für das Fest mit dem Motto »Bad Vilbel wächst zusammen« geht auf eine Initiative des Ortsbeirats Kernstadt in Kooperation mit dem Stadtmarketingverein und der Stadt zurück.

Bürgermeister Sebastian Wysocki (CDU) begrüßte gemeinsam mit Pfarrer Klaus Neumeier von der Evangelischen Christuskirchengemeinde Bewohner und Besucher, aber auch Vereine und Gastronomen. Passend zum Motto des Sommer-Festes zitierte Pfarrer Neumeier Jeremia, dem großen Schriftpropheten des Tanach und damit des Alten Testaments. »So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, zu den Weggeführten, die ich von Israel nach Babel habe wegführen lassen: Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen, und gebt euren Töchtern Männer, dass sie Söhne und Töchter gebären. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen und betet für sie zum Herrn, denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl.«

Viele Menschen aus zahlreichen Ländern

Er habe dieses Zitat für seine Begrüßung gewählt, da es für die Christuskirche ganz wichtig sei, dass sie mittendrin in der Stadt und bei den Menschen ist und diese beim Start in ihre neue Heimat begleite. »Hierher sind viele Menschen aus zahlreichen Ländern gezogen. Es herrscht eine große Vielfalt«, sagte Neumeier. Fest-Organisator Kurt Liebermeister hatte gemeinsam mit Vertretern aus Stadt, Kirchen, den beiden Kitas und den zwei Familienzentren mit Unterstützung von örtlichen Vereinen ein buntes und abwechslungsreiches, vor allem aber generationenübergreifendes Programm zusammengestellt.

Vorgestellt und mit dabei waren der Kunstverein, der SV Fun-Ball, der Pfadfinderstamm Graue Biber, die Stadtkapelle Bad Vilbel, die Jugendfeuerwehr Bad Vilbel, das Ensemble Friedo Swing & Friends, die Musikschule Bad Vilbel und Karben. Infostände gab es von der katholischen St. Nikolausgemeinde, dem Ortsbeirat Kernstadt und der Aktion »Bad Vilbel lernt sich kennen« sowie dem Dottenfelder Hof. Graffiti-Künstler und Kunstprojekte rundeten neben Führungen durch die Familienzentren und Kitas das Programm ab. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um mit ihren direkten Nachbarn und Bürgern aus der ganzen Stadt ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig fand das Eröffnungsfest der beiden Familienzentren statt. Sozialdezernentin Ricarda Müller-Grimm (SPD) begrüßte die Besucher gemeinsam mit Leiterin Susanne Otte-Seybold im städtischen Familienzentrum Quellenpark und in der städtischen Kita Quellenhüpfer.

Lebendiger Ort für Groß und Klein

Wie der Name signalisiert, handelt es sich um eine Sport-Kita. Gleich nebenan begrüßte Eva Raboldt die Besucher im Familienzentrum der evangelischen Christuskirchengemeinde und der Musik-Kita Dreiklang. Infos zum umfangreichen Programm dieser Einrichtungen gab es und zum Angebot der Evangelischen Familienbildung Wetterau. So wie die Einrichtungen für Kinder und Erwachsene ein lebendiger Ort sind, an dem man spielen, lachen, entspannen, sich weiterbilden, treffen, kennenlernen und Gemeinschaft erleben kann, so war abends die »Lange Tafel« auf dem Quartiersplatz ein Treffpunkt für alle. Sie bildete den geselligen Höhepunkt des Sommerfestes. Die Idee für die 16 Tische »Lange Tafel« mit offenem Buffet hatte Eileen Gaigl.

Viele der Stadtgärten-Bewohnern sind im August oder September 2020 in ihre Wohnungen und Häuser eingezogen. So wie Isabel Braun-Stein: »Das Wohnquartier ist super. Hier wohnen viele Familien mit Kindern, man kommt schnell miteinander in Kontakt.«. Noch kaum Kontakte haben sie zu den Vilbelern. »Das Sommerfest ist gut organisiert, Das Programm vielfältig. So ein Fest sollte man jedes Jahr feiern. Man lernt nicht nur seine neuen Nachbarn, sondern Leute aus der Stadt und den Stadtteilen kennen.« Ehemann Waldemar Braun stimmt zu, würde sogar zwei Mal im Jahr feiern. Das Ehepaar begrüßte beim Fest seine künftigen Nachbarn Manuela Dehmer und Schara Safarian aus Frankfurt, die im Herbst ihre Wohnung in den Stadtgärten beziehen. Bereits seit Ende März 2020 wohnt Anna Ottlik in der Quellenstadt. Sie ist ebenfalls von Frankfurt nach Bad Vilbel gezogen. »Das Fest ist toll und es ist schön, dass so viele Bürger aus der ganzen Stadt gekommen sind. Wir gehen in die Stadtbücherei.« Auch Johannes Bender und Sebastian Hensel, die beide zuvor in der Kernstadt gewohnt haben, wohnen nun in den Stadtgärten. Beide suchten nach einer größeren Wohnung für ihre Familien und finden das Angebot mit Kitas und der neuen Grundschule gut, wie auch Jean-Lous Grafeneder. Er wohnte mit seiner Familie in Amsterdam, dann in einem Frankfurter Stadtteil und jetzt, dank eines Tipps seines Schwagers, in den Bad Vilbeler Stadtgärten.

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Die fünfjährige Lena lässt sich bei der Feuerwehr von Kosmetikerin Kirsten Senger in einen Schmetterling verwandeln. © Christine Fauerbach
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Ensembles der Stadtkapelle Bad Vilbel unterhalten die Besucher des Sommerfests mit flotter Musik. © Christine Fauerbach

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