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AWO-Mittagstisch startet am Montag

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Bad Vilbel (pm). Ab 12. September gibt es im AWO-Treff in der Wiesengasse 2 montags zwischen 12 und 13.30 Uhr wieder ein Mittagstisch-Angebot. »Wir freuen uns, dass wir dieses Angebot nach langer coronabedingter Unterbrechung wiederaufnehmen können«, sagt Rainer Fich, Vorsitzender der AWO Bad Vilbel. Dafür arbeitet sie mit der Behindertenhilfe Wetteraukreis gGmbH (bhw) zusammen.

Mit Tafelausweis erhalten Gäste einen Nachlass von vier Euro auf den Essenspreis von sechs oder 6,50 Euro. Das hat der Magistrat der Stadt Bad Vilbel in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. »Das Angebot eines Mittagstisches für Bürgerinnen und Bürger mit einem Tafelausweis ist ein sehr wichtiges soziales Angebot in unserer Stadt. Hier gibt es nicht nur ein reichhaltiges Menü, die Gäste haben vielmehr auch die Möglichkeit, in Gesellschaft zu sein und sich auszutauschen. Gerade Menschen mit sehr geringem Einkommen beispielsweise können sich ansonsten einen Restaurantbesuch kaum oder nicht leisten, der AWO-Mittagstisch bietet ihnen aber eine vergleichbare Möglichkeit«, beschreibt Sozialdezernentin Ricarda Müller-Grimm (SPD) die Vorzüge des Angebots. Die Sozialdezernentin freut sich, dass der städtische Zuschuss nun um einen Euro pro ausgegebenem Essen steigt. »Wir helfen damit dem Träger des Angebots, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, den Mittagstisch anzunehmen und stärken somit die soziale und gesellschaftliche Teilhabe in Bad Vilbel«, so Müller-Grimm.

Angeboten wird immer eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert. Am Eröffnungstag gibt es einen Blattsalat mit Vinaigrette, als Hauptspeise Grüne Soße mit gekochten Eiern und Salzkartoffeln und zum Nachtisch einen Schokokuchen. Zubereitet und serviert wird das Mittagessen von einem Küchenteam der bhw. »Wir freuen uns, unseren Mittagstisch mit diesem Partner umzusetzen. Denn damit gehen wir einen weiteren Schritt in unserem sozialen Engagement«, so Rainer Fich. Die bhw beschäftigt Menschen mit geistigen oder psychischen und seelischen Beeinträchtigungen. Diese Menschen werden von der bhw auf ihrem Weg ins Berufsleben begleitet. Dafür können sie zum Beispiel eine sogenannte Teilqualifizierung zum Hauswirtschaftshelfer absolvieren. In der Teilqualifizierung zum Hauswirtschaftshelfer lernen die Teilnehmer die Grundlagen des Berufs. Dazu gehört beispielsweise das Zubereiten von Speisen, Tische zu decken, ein Büfett herzurichten sowie Speisen und Getränke zu servieren. »Der Mittagstisch ist eine sehr gute Möglichkeit für die zukünftigen Hauswirtschaftshelfer, ihre Kompetenzen im Alltag einzusetzen und zu erweitern«, betont Eva Reichert, bhw-Geschäftsführerin.

Jetzt gehe es jedoch erst einmal los mit dem Mittagstisch. Birgit Berg, die eine Küche bei der bhw leitet und die Umsetzung des Mittagstischs bei der Arbeiterwohlfahrt mitgestaltet, weiß: »Die Teilnehmer freuen sich besonders, mit den Gästen in Bad Vilbel ins Gespräch zu kommen.«

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