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Batiken ist der »Dauerbrenner«

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Von: Niklas Mag

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Ricarda-Müller Grimm (rechts) stattet dem Team bei den Dortelweiler Ferienspielen einen Besuch ab. © Niklas Mag

Die Ferienspiele der Stadt Bad Vilbel laufen in Massenheim und Dortelweil. Auf dem dortigen Nidda-Sportplatz begrüßten die Kinder am Donnerstagvormittag Sozialdezernentin Ricarda Müller-Grimm (SPD) und diese musste direkt mit anpacken: Batiken stand auf dem Programm. Eine neue Erfahrung für viele Kinder und auch die Dezernentin.

D as T-Shirt muss so verknotet werden, dass es nicht mehr als solches erkennbar ist. So lautet die Regel für den ersten Schritt beim Batiken und das haben Jasmin Blum und Asela Bangel den Kindern bereits beigebracht. Nun weiß es auch Sozialdezernentin Ricarda Müller-Grimm.

50 Kinder in

zwei Stadtteilen

Sie besucht die Dortelweiler Ferienspiele an diesem Morgen und hat ihr mitgebrachtes T-Shirt bereits entsprechend verknotet. Nun heißt es warten. Zwanzig Minuten dauert es nach dem Einfärben, bis das Shirt aus dem Wasserbad genommen werden darf. Den Zeitplan hat eine der Betreuerinnen immer im Blick. Die Kinder, deren Shirts noch eingefärbt werden müssen, stehen fasziniert um die beiden Farbeimer herum, in die Blum und Bangel die Kleidungsstücke tunken.

INFO: Instagram-Account

Das Kinder- und Jugendbüro bietet außerhalb der Ferien viel für Kinder und Jugendliche. Neuigkeiten werden unter anderem auf dem Instagram-Kanal des KJB geteilt. Dieser ist unter @kjb_badvilbel zu finden. Ferienspiele gibt es auch in den Herbst- und Osterferien. Infos unter www.unser-ferien programm.de/bad-vilbel/. nma

»Insgesamt sind es jeweils 50 Kinder in Dortelweil und Massenheim«, erklärt Müller-Grimm. Die Betreuer wechseln in der Regel nicht und bestehen aus Erzieherinnen und Erziehern der städtischen Kitas, die von Honorarkräften unterstützt werden. »Die Ferienspiele gibt es in Bad Vilbel ja schon ewig und das ist auch gut so. Eltern haben so eine Planungssicherheit für den Sommer und können Arbeit und Urlaub viel besser planen«, weiß die Dezernentin. Gerade in diesem Jahr sei das wichtig, denn viele Familien haben wegen coronabedingter Probleme ihre Urlaubstage schon dezimiert, vermutet die Dezernentin. »Wir haben einen sehr guten Betreuungsschlüssel von eins zu zehn bei den Ferienspielen. Die Ferienspiele haben sich qualitativ also deutlich noch einmal deutlich verbessert in den vergangenen Jahren.«

Spielend leichte

Integration

Die Kinder seien allesamt im Grundschulalter, und auch Kinder ohne Deutschkenntnisse sind mit dabei. »Hier zu sein, ist für diese Kinder das Allerbeste«, weiß Betreuer Manuel. Die Integration geschehe spielend leicht, und auch die Sprachkenntnisse bekommen durch zwei Wochen Ferienspiele einen ordentlichen Schub. Anette Denker und Heike Klassen-Pöppinghaus vom Kinder- und Jugendbüro sind ebenfalls vor Ort. Die Kinder kennen sie schon vom Verkehrsspielplatz oder dem Kindermobil, das immer an anderen Standorten in der Quellenstadt zu finden ist. »Das Tolle bei den Ferienspielen ist auch, dass stadtteil- und schulübergreifende Freundschaften entstehen«, erzählen die beiden. Heute werde man ein großes Abschiedsfest feiern.

Ohne die Eltern. Lediglich die Massenheimer Gruppe werde dazukommen. »Ich bin überzeugt davon, dass die Ferienspiele nicht nur den Eltern die Sommerplanung deutlich erleichtern, sondern dass die zwei Wochen auch einen enormen pädagogischen Wert mitbringen«, ist sich Anette Denker sicher. Nach und nach werden die bunten T-Shirts zum Trocknen auf die Wäscheleinen gehängt. »Batiken geht immer, das ist ein Dauerbrenner. Und es ist toll, dass die Kinder eine Erinnerung mit nach Hause nehmen können.« Auch das T-Shirt der Sozialdezernentin ist fertig. Sie ist zufrieden mit ihrem lila-türkisen Ergebnis und hängt mit Hilfe der Ferienspielkinder das Shirt an eine Wäscheleine.

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Kreatives Arbeiten bei warmen Temperaturen: Jasmin Blum (links) und Asela Bangel färben die T-Shirts ein. © Niklas Mag

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