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Blitzeinschläge und vollgelaufene Keller

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Von: Patrick Eickhoff

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Nicht so dramatisch wie es aussieht: Viele Bad Vilbeler schauen besorgt auf die S-Bahn-Baustelle. Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll beruhigt. © Red

Bad Vilbel/Karben (wpa/pe). Regen, Blitz und Donner. Am Mittwochabend hat ein heftiges Unwetter im Wetterauer Süden die Feuerwehren auf Trab gehalten. Bad Vilbels Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll berichtet von zwölf Einsätzen im Zuge des Unwetters am Mittwochabend. »Kleinere und größere, aber nichts Gravierendes«, sagt er. Bei einem Supermarkt sei der Keller vollgelaufen.

Das habe die Wehr auch am Tag danach noch beschäftigt. Ein besonderer Blick gelte immer der S-Bahn-Baustelle, »weil die Nidda dort gestaut ist«. Viele Bad Vilbeler würden mit Sorge auf das »Nadelöhr« schauen. Aber auch dort gilt: »Alles im grünen Bereich. Wir haben die Lage dennoch intensiv beobachtet.«

Sirenen in der Nacht

Moll beruhigt: »Wir haben das Hochwassersystem in Bereitschaft und können im Notfall sofort reagieren.« Für Aufruhr - auch in den sozialen Netzwerken - hat allerdings das laute nächtliche Sirenensignal gesorgt, das in der Kernstadt und Bad Vilbel gegen 2 Uhr in der Nacht so manchen geweckt haben dürfte. Der Grund ist einfach. »Unsere Funkmeldeempfänger haben nicht richtig funktioniert«, erläuterte Moll. Deshalb habe die Alarmierung über die Sirenen erfolgen müssen. Grund für den Einsatz war eine ausgelöste Brandmeldeanlage. »Letztlich war alles harmlos, aber das weiß man ja vorher nicht.«

Auch in Karben waren die Feuerwehren der Stadtteile am Mittwoch häufiger unterwegs. Einer der Einsatzorte war die Rendeler Straße in Klein-Karben, wo ein Blitz in einen Baum einschlug und einen kleinen Brand verursachte. Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Christian Becker mussten die Feuerwehrleute zumeist vollgelaufene Keller leer pumpen. So in Burg-Gräfenrode und Rendel je einen. Auch am Bürgerhaus Okarben waren die Wehrleute im Einsatz, um den Keller von Regenwasser zu befreien. Dreimal musste die Wehr in Klein-Karben ausrücken. Am Donnerstagmorgen ging es noch weiter: Die Feuerwehren rückten zur Unterführung an den Groß-Karbener Bahnhof aus. »Einige Schüler hatten sich nämlich nasse Füße geholt.«

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Die Karbener Feuerwehren waren am Mittwochabend in einigen Stadtteilen, so auch wie hier am Bürgerhaus in Okarben, im Einsatz. © Red

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