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FDP macht Kennedy-Schule zum Thema

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Bad Vilbel (pm). Die Raumprobleme an der John-F.-Kennedy-Schule müssen dringend gelöst werden, erklärt FDP-Politiker Jörg-Uwe Hahn. Er setzt sich dafür ein, dass sich der Hessische Landtag wie auch der Kreistag mit der Thematik beschäftigen, heißt es in einer Mitteilung der FDP. Der Kreis plant einen Teil der Klassen der Kennedy-Schule wegen Raumnot in die entferntere Brunnenschule auszulagern.

»Sehr konzentriert wollen wir das Thema ›gültiger Schulentwicklungsplan für die allgemeinbildenden Schulen in der Wetterau‹ als Schlüssel nutzen, dass die schwarz-rote Koalition in Friedberg endlich tätig wird und die drängenden Raumprobleme an der Schule vor Ort löst«, sagt Hahn.

Für die kommende Kreistagssitzung habe die FDP einen Antrag eingebracht, der auffordert eine aktuelle Überarbeitung des Schulentwicklungspalns vorzulegen. »Der Schuldezernent und CDU Landrat Weckler weigert sich aber hartnäckig, nach der letzten Fortschreibung im Jahre 2014 die gerade in Bad Vilbel völlig neue Situation zu überprüfen und anzupassen«, erklärt Hahn, der auch Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag ist. Beachtlich sei, dass der Plan vom 2014 in den Bereichen Grundschulen in Bad Vilbel im Dezember 2018, für die beruflichen Schulen im Juni 2019 und für die Förderschulen im Juli 2020 durch den Wetteraukreis fortgeschrieben wurde. Natürlich habe das Kultusministerium immer zeitnah die notwendige Genehmigung erteilt.

»Zuzüge wirken sich in Schulen aus«

»Gerade in Bad Vilbel, wo durch Zuzug eine erhebliche Veränderung ersichtlich ist, nimmt der Wetteraukreis keine Änderung vor und lässt damit praktisch die JFK zerbröckeln, das versteht kein Elternteil, aber auch kein Bürger« erklärt Erich Schleßmann. Ähnliche Veränderungen gebe es auch im Norden des Kreises um Wölfersheim.

Parallel zu dem Antrag auf Kreisebene habe Hahn in Wiesbaden den Kultusminister befragt, wann das Land Hessen und unter welchen konkreten Bedingungen den Wetteraukreis bewegen kann, den gesetzlichen Verpflichtungen des Schulgesetzes auch faktisch nachzukommen. Zuvor hatte der CDU Minister dem FDP Abgeordneten geantwortet, man wolle in die kommunale Selbstverwaltung nur eingreifen, wenn die staatliche Schulaufsichtsbehörde einen konkreten Rechtsverstoß festgestellt habe.

Diese nimmt der Liberale zum Anlass, im Landtag nachzuhaken, warum das staatliche Schulamt für den Wetteraukreis mit Sitz in Bad Vilbel, also in der unmittelbaren Nähe der JFK, diese Zersplitterung der JFK und dessen Ursachen nicht als einen Rechtsverstoss des Wetteraukreises angemahnt habe.

»Schule leistet Integrationsarbeit«

»Uns geht es um die Schüler, die Lehrer und die Eltern des JFK. Gerade dieser Schule mit ihren besonderen Aufgaben bei der Inklusion und der Integration von Flüchtlingen muss man sensibel begegnen«, argumentiert die FDP. »Der Wetteraukreis ist Zuzugsgebiet für das Rhein-Main-Gebiet, der Druck auf die Schulen ist deshalb im gesamten Kreis enorm. Es ist jetzt Handeln angesagt«, fordert Julia Raab. Sie ist schulpolitische Sprecherin der FDP im Kreistag.

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