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Festjahr für den Stadtteil Heilsberg

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Von: Christine Fauerbach

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Viele Vertreter aus Vereinen, Organisationen und Bürger sind zum ersten Treffen der Jubiläumswerkstatt gekommen. © Christine Fauerbach

Bad Vilbel (cf). In Bad Vilbel stehen zahlreiche Jubiläen an. Im Jahr 2024 feiert die Quellenstadt ihr 1250-jähriges Bestehen wie auch der Stadtteil Massenheim ein Jahr später. Den Jubiläumsreigen eröffnet im kommenden Jahr aber der Stadtteil Heilsberg. Er ist der jüngste Stadtteil Bad Vilbels. Entstanden ist er ab 1946 auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes »Vilbeler Höhe«.

Die ersten zehn aus dem Osten vertriebenen Familien zogen im September 1947 in ihre unter großen Entbehrungen von ihren Männern errichteten Häuser ein.

Am 9. Juni 1948 erhielt die »Vilbeler Höhe« ihren Namen »Heilsberg«, das Heilsberger Kreuz wurde errichtet, die junge evangelische Gemeinde erhielt ihren Namen »Heilig-Geist-Gemeinde« und die »Stadt auf dem Berge« wurde zum offiziellen Stadtteil von Bad Vilbel. Vier gute Gründe für die Bürger, um im kommenden Jahr das 75-jährige Bestehen ihres Heilsbergs zu feiern. Eine zentrale Festwoche ist zwar vom 18. bis 25. Juni 2023 geplant, aber dabei soll es nicht bleiben. Gefeiert werden soll das Jubiläum mit einem Festjahr. Die Stadt wird die von Bürgerinnen und Bürgern geplanten und durchgeführten Aktivitäten finanziell unterstützen.

Zur Vorbereitung hatten Ortsbeirat und Heilig-Geist-Gemeinde einen Arbeitskreis gegründet, der alle Vereinen, Kirchen, Kindergärten, Parteien und Bürger zur Auftaktveranstaltung in die Sporthalle Heilsberg eingeladen hatte. Begrüßt wurden die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Ortsvorsteher Peter Schenk, Pfarrer Jürgen Seng von der Heilig-Geist-Gemeinde und Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann, der die Jubiläums-Werkstatt moderierte.

Ziel der Veranstaltung war es, Ideen für Aktionen, Feste, Veranstaltungen wie einen »Tag der offenen Gärten«, Sport-Turniere und längerfristige Projekte zu sammeln. Zuvor informierte Kunzmann über den Heilsberg und seine Geschichte. »Alle Bürger sollen selbst Ideen entwickeln und aktiv werden«, sagte Pfarrer Seng. Ortsvorsteher Schenk fügte hinzu: »Uns kommt es auf die Vielfalt an.«

Angeregt und kanalisiert wurde die Ideensammlung mithilfe von fünf Leitfragen. »Was fehlt auf dem Heilsberg?«, »Wo ist das Zentrum des Heilsbergs?«, »Für was steht der Heilsberg?«, »Was ich schon immer einmal über den Heilsberg wissen wollte?« und »Wie sieht mein ideales Jubiläumsfest für den Heilsberg aus?« Zu den ersten Ideen gehören Stadtführungen und Geschichtsfahrten über den Heilsberg und Stelen mit QR-Codes über die Informationen zur Geschichte, zu gestern, heute und die Zukunft des Stadtteils abgerufen werden könnten. Die Neubürger erhalten durch ihre Beteiligung die Chance den Heilsberg kennenzulernen und sich einzubringen. »Ein Anliegen des Hessentages lautet ›Eine Stadt wächst zusammen‹«, sagte der Kulturamtsleiter. Das gilt auch für den Heilsberg. Die Bürger haben es in der Hand, durch ihre Ideen und Taten zu zeigen, dass der Heilsberg keine Schlafstadt vor den Toren der Mainmetropole ist, sondern ein lebendiger Stadtteil.

In der Jubiläumswerkstatt wurden unter den Teilnehmern Ideen gesammelt wie Bürger und Vereine sich einbringen wollen oder können. Alle anderen Heilsberger sind eingeladen ihre Vorschläge an die E_Mail-Adresse 75jahreheilsberg@gmail.com des Festkomitees der Heilig-Geist-Gemeinde zu senden. Teilnehmer, die ihre Kontaktdaten hinterlassen, werden über die Ergebnisse, die weiteren Vorbereitungen und Aktivitäten für das Jubiläumsjahr informiert.

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