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GBG-Schüler besuchen Buchenwald

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Bad Vilbel (pm). Die Gedänkstätte Buchenwald war kürzlich das Ziel der Exkursion der Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12 des Georg-Büchner-Gymnasiums. Die Stadt Bad Vilbel und der Wetteraukreis unterstützen diese Bildungsreise, wie die Schule mitteilt.

»Es werde demnächst eine größere Menge von Menschen hierhergebracht, aussortiert, das Brauchbare oben eingeteilt, das Unbrauchbare wieder abgeschoben werden. Es wird also noch heiße Arbeitstage geben«, das Zitat eines Schreibens der Betreibergesellschaft der Buchenwaldbahn ging im August 1944 raus. Auf diese Weise ist über die Häftlingstransporte zum Konzentrationslager Buchenwald informiert worden. Arbeitsfähige Männer wurden einem der 139 Außenlager zugeteilt und als Zwangsarbeiter brutal ausgebeutet. Nicht arbeitsfähige Gefangene sowie Kinder und Jugendliche wurden mit Deportationszügen direkt in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verbracht, erfuhren die GBG-Schüler während ihres Besuchs. Die 1943 in nur drei Monaten von KZ-Häftlingen erbaute Bahnlinie zwischen dem KZ Buchenwald und der Stadt Weimar wurde in den 1950er-Jahren demontiert und geriert für viele Jahrzehnte in Vergessenheit. Heute ist der obere Teil der ehemaligen Bahnstrecke dank der Initiative und Arbeit ehrenamtlicher und selbst organisierter Gruppen als Gedenkweg begehbar.

An diesem Standort startete die Exkursion. Die Schülerinnen und Schüler schritten in sommerlicher Hitze den 3,5 Kilometer langen Gedenkweg hoch zum Ettersberg. Anschließend sind sie übers Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers geführt worden. Sie besuchten dabei Teile des vormaligen SS-Bereichs, über den sogenannten Carachoweg das Torgebäude und den Appellplatz sowie das Krematorium. Die Exkursion war Teil des »Aktionstag Menschenrechte« am GBG.

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