Größere Impfanstrengung gefordert

Bad Vilbel (pm). Die Bad Vilbeler FDP äußert sich zur Impfthematik und fordert größere Anstrengungen in der Quellenstadt: »So ändern sich innerhalb von zwei Tagen die Zeiten. Am Dienstagabend wird im Bad Vilbeler Stadtparlament von allen anderen Fraktionen der FDP-Antrag auf Anwendung der 2G-Regel für alle Kulturveranstaltungen in der Stadt abgelehnt, am Donnerstagabend verkündet der Ministerpräsident die 2G-Auflage für alle Veranstaltungen flächendeckend hessenweit«, schreibt die Partei.

»Aber nicht nur das«, heißt es weiter. Bei der hohen und weiterhin ansteigenden Hospitalisierungsquote von derzeit knapp 5 gelte die Regel für alle Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen, Gastronomie sowie die körpernahen Dienstleistungen und Hotels.

Run auf Arztpraxen vermutet

»Man könnte eine klammheimliche Freude angesichts der breiten Ablehnung des FDP-Antrags in der Stadtverordnetenversammlung empfinden. Aber es ist eher traurig, dass man aus parteipolitischem Egoismus die Anweisung von oben braucht, um vernünftige und der dramatischen Corona-Situation angemessene Regelungen zu bekommen. Da muss man sich schon fragen, welches Verständnis von kommunaler Selbstverwaltung im Bad Vilbeler Parlament residiert«, äußert sich der Fraktionsvorsitzende der FDP, Erich Schleßmann, dazu.

Sowohl im Sozialausschuss als auch im Stadtparlament war der FDP-Vorstoß für 2G bei Kulturveranstaltungen abgelehnt worden. Grund: Laut Kulturfachbereichsleiter Claus-Günther Kunzmann hätten ohnehin nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt, wie etwa beim Theater und im Kino Alte Mühle.

Laut FDP müssen der Bürgermeister, die Sozialdezernentin und vor allem die Koalitionsparteien alles dafür tun, dass das einzig wirksame Gegenmittel gegen die Pandemie auch in der größten Stadt in der Wetterau massiv eingesetzt wird. Es geht um das Impfen.

Fahrdienst zum Impfen angeregt

Die Altersempfehlung der Impfkommission, die Impfauffrischung ab 70 sei sprunghaft auf 18 Jahre abgesenkt worden. Das werde einen Run auf die Arztpraxen lostreten. »Der Ministerpräsident weiß, dass das in den Praxen trotz allen Engagements bei Weitem nicht alleine gestemmt werden kann. Die sieben mobilen Impfzentren im Kreis, die gerade auch nicht für Bad Vilbel vorgesehen sind, werden ebenfalls nicht reichen, dem Impfbedarf nachzukommen.« »Gerade im Sozialdezernat sollte jetzt nachgewiesen werden, dass auch neue Besen gut kehren«, schreiben die Freien Demokraten weiter. Es sei der ehemalige FDP-Sozialdezernent Jörg-Uwe Hahn gewesen, der in einer ähnlichen Situation die Idee mit dem ehrenamtlichen Fahrdienst in die damaligen Impfzentren Gießen und Büdingen gehabt und gemeinsam mit dem Seniorenbüro umgesetzt habe. Vor allem die SPD-Dezernentin und ihren Referenten fordert die FDP auf, jetzt für ausreichende Impfgelegenheiten in Bad Vilbel zu sorgen, gemeinsam mit den Hausärzten. red/FOTO: RED

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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