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Hilfe der Tafel kommt bei Bedürftigen an

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Von: Christine Fauerbach

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Arbeiten für die Tafel: Für ein Foto haben die Sortierer Ernst Strack, My-Danh Chau-Luong, Rick Frey und Hans Dernedd ihre Masken abgesetzt. © Christine Fauerbach

Im Bad Vilbeler Tafelladen hat die Pandemie den Ablauf der Ausgabe verändert, aber nichts an der Notwendigkeit. Über 300 Bürgerinnen und Bürger decken sich mittwochs bei der Tafel mit frischen Lebensmitteln ein.

L ange bevor die ersten Abholer Lebensmittel für Berechtigte bei der Bad Vilbeler Tafel abholen, herrscht in den Räumen und auf dem Hof in der Ritterstraße reger Betrieb. Während Fahrer mit gespendeten Lebensmitteln und Waren eintreffen, sind Sortierer wie Ernst Strack, My-Danh Chau-Luong, Hans Dernedde und Rick Frey im Tafelladen dabei, diese zu überprüfen und ansprechend in Kisten anzuordnen. Der Ablauf hat sich auch in der Pandemie nicht geändert wie Tafelleiterin Christa Gobst berichtet.

Abgeholt werden die von Lebensmittelmärkten und Hofladen in der Region organisierten Lebensmittel- und Sachspenden derzeit von 142 Abholern für 329 Personen. Dazu gehören 124 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren.

Jüngere Helfer sprangen ein

»Wir haben aufgrund der Pandemie keine extreme Zunahme bei unseren Kunden registriert. Es kommen immer wieder sozial und wirtschaftlich Benachteiligte, die berechtigt sind, bei uns Lebensmittel zu einem kleinen Betrag zu kaufen, hinzu.« Die Pandemie hat aber einige Änderungen zur Folge. So hatte die Tafel 2019 drei Wochen lang geschlossen. »Wir hatten anfangs weder Handschuhe, Masken noch Desinfektionsmittel.«

Zudem sind viele der ehrenamtlichen Tafelmitarbeiter bereits im Ruhestand, gehören zu den Hochrisikogruppen. Nach der Schließung konnte der Tafelladen dank Unterstützung durch die Stadt und des Seniorenbüros erneut öffnen. »Durch die Initiative »Bad Vilbel hilft« übernahmen rund zwei Monate lang jüngere Helfer alle Arbeiten im Tafelladen. Sie holten die gespendeten Waren montags bis mittwochs bei den 17 Lebensmittelmärkten und fünf Hofläden ab, sortierten sie vor und gaben die Waren aus. Danach übernahm das eingespielte Helferteam der Tafel wieder den Laden. Gebildet wird das Tafelteam zurzeit von 53 Helfern, die als Fahrer, Sortierer und an der Ausgabe tätig sind. »Helfer haben wir im Moment ausreichend«, sagt Gobst. Geändert hat sich der Ablauf im Tafelladen insofern, dass die Abholer nicht mehr wie zuvor durch den Markt gehen und wie früher im Tante-Emma-Laden bedient werden, sondern die Helfer die gewünschten Waren in Tüten packen und dann im Hof übergeben.

Der Zu- und Ausgang zum Büro und dem Tafelladen ist geteilt, Masken- und Abstandsregeln gelten wie überall. »Wir sind dank der gespendeten Lebensmittel und Waren noch gut sortiert, allerdings stellen wir vor allem beim Gemüse und Obst einen Rückgang bei den Liefermengen aus den Märkten fest«, bedauert die Tafelleiterin. Die Spenden bilden seit der Eröffnung im September 2018 die Basis der Bad Vilbeler Tafel, bei der es sich um ein Projekt der Nachbarschaftshilfe handelt. »Wir sind als privat organisierte Initiative auf Spenden in Form von Lebensmitteln, Sachen und Geld angewiesen.«

Kooperation mit vielen Spendern

Um Menschen mit geringem Einkommen ausgewogene Ernährung mit frischen Lebensmitteln zu ermöglichen, arbeitet die Tafel mit Einzelhändlern, Bauern und Herstellern zusammen. Diese spenden Kartoffeln, Obst, Gemüse, Salate, Eier, Milch, Fleisch und vieles mehr. Spenden für die Tafel sind beim Verein für soziales Engagement und Nachbarschaftshilfe Bad Vilbel willkommen.

Spenden können mit dem Verwendungszweck TAFELBV bei der Sparkasse Oberhessen, IBAN DE 47 5185 0079 0027 0406 91, eingezahlt werden

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