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In Zebra-Schuhen beginnt ein neues Leben

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Von: Christine Fauerbach

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Nach drei Kriminalromanen hat Jasmin P. Meranius jetzt ihren ersten Liebesroman »In Zebra Schuhen« veröffentlicht. © Christine Fauerbach

Bad Vilbel (cf). Die Gronauer Autorin Jasmin P. Meranius legt mit »In Zebra Schuhen« ihren ersten Liebesroman vor. Ihre ebenso chaotische wie liebenswerte Protagonistin startet in Zebra-Schuhen an den Füßen und nagendem Liebeskummer im Herzen in ein neues Leben. Die Geschichte »In Zebra Schuhen« ist unterhaltsam und witzig erzählt, macht Mut, sich auf Veränderungen einzulassen.

»Johannes ist weg!«, stellt Susanna nach 13 gemeinsamen Jahren panisch fest. Ihre Welt steht Kopf. Um ihn zurückzugewinnen, erfindet sie sich selbst neu: »Wie startet man am besten in ein neues Leben? Indem man sich ein neues Selbst anschafft. Aus Susanna wird kurzerhand Anna, die nicht mehr länger eine Zuschauerin sein möchte, sondern die zur Mitspielerin wird - und die sich selbst komplett neu erfindet. Wie soll Johannes da noch widerstehen können?« Eine Frage, die Jasmin P. Meranius witzig beantwortet und dabei beschreibt, wie es ist, wenn frau die »Nase voll hat, anderen genügen zu müssen«. Texterin Anna unterzieht ihr Leben einem radikalen Wandel. Sie zieht vom Land in die Großstadt, tauscht ihr Kinderzimmer im Elternhaus gegen ein Zimmer in einer WG ein, ihre bequemen Klamotten gegen eng sitzende Designerkleidung und heuert als Texterin bei einer führenden Werbeagentur an. Alles scheinbar gute Voraussetzungen, damit die Wandlung gelingt. Doch reichen Äußerlichkeiten aus, wenn frau sich für »nichts Besonderes« hält und die »beste Version ihrer Selbst« nur kreiert, um ihre vermeintlich große Liebe zurückzugewinnen?

Lebens- und Liebeschaos

Mit ihrem Roman »In Zebra Schuhen« hat Jasmin P. Meranius einen Genre-Wechsel vom Krimi zum Liebesroman vollzogen. Wobei das eine nicht das andere ausschließt. Der nächste Konrad-Kümmer-Krimi erscheint 2023.

In ihren Krimis »Verurteilt, »Wachkoma« und »Nebelgift«habesie sich oft humorige Bemerkungen verkneifen oder auf ein Minimum einbremsen müssen, sagt sie. »Jetzt kann ich beim Wechsel zum Chick-Lit-Genre richtig Gas geben.« Mit »Chick-Lit« wird seit Anfang der 2000er Jahre im englischen Sprachraum eine neuere Form des belletristischen Frauenromans bezeichnet. »Chick« bedeutet wörtlich Tussi oder Mädel, »Lit« steht für Literatur. In den Romanen wird das Leben von jungen alleinstehenden Protagonistinnen thematisiert, mit denen die Leserinnen und Leser lieben, leiden und träumen können. So wie bei Meranius mit Susi, die zur Anna wird, und die ihr Lebens- und Liebes- chaos mit ihnen teilt.

Treu geblieben ist die Autorin, gebürtige Frankfurterin, ihrer Heimatstadt als Ort der Handlung. Einen ersten Hinweis dafür liefert ein Blick auf das Cover. Dort sind die Zebra-Schuhe von Anna vor der Frankfurter Skyline abgebildet. »Ich habe mein Buch vor Corona geschrieben«, betont Meranius. Anna hat eine Phobie gegen Keime und Bakterien, neigt zur Hypochondrie. Und Zebra-Muster liegen seit diesem Frühling wieder im Mode-Trend, machen dem Leo-Print Konkurrenz. Der Animal-Look zeigt sich vorrangig auf Schuhen wie denen von Anna.

Doch nicht nur der literarische Genre-Wechsel ist neu bei Meranius, auch bei der Veröffentlichung hat sie neue Wege beschritten. »Anders als sonst habe ich als Autorin den ungewöhnlichen Weg des Crowdfundings eingeschlagen und vorher über eine Crowdfunding- Plattform mein noch unveröffentlichtes Buch erfolgreich verkauft. In zwölf Wochen hatte ich meine Druckauflage zusammen«, freut sich Meranius. Ihr Buch ist beim Woobooks-Netzwerk erschienen. In einer PR-Kampagne auf Youtube wirbt sie in einem Beitrag für ihren ersten Liebesroman, und immer freitags werden Fotos von Zebra-Schuhen unter »HashtaginZebraSchuhen« Fotos von ebendiesen veröffentlicht.

Jasmin P. Meranius ist Autorin, Unternehmerin, Business-Coach für Frauen und zweifache Mutter. »Herzensangelegenheiten zu leben und Anstöße zum Umdenken zu geben, gelingt mir als Business Coach für Frauen bereits.« Mit ihrem Buch »In Zebra Schuhen« möchte sie Menschen ermutigen, die keine Lust mehr haben, sich nach der vermeintlich »besten Version ihrer Selbst« zu strecken, nur, um endlich anderen zu genügen. Zu den ersten Lesern gehörte der Frankfurt Tatort-Ermittler Wolfram Koch. Kein Wunder, denn Anna lebt »in seiner Wohnung«. Gelegenheit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen, haben Interessenten in der Region bei Lesungen.

Lesungen finden in der Stadtbibliothek Kelkheim am 8. Dezember, 18.30 Uhr, am 14. Dezember, 19 Uhr, im Laden »Byte my stork« am Marktplatz in Bad Vilbel und am 20. Januar, 19 Uhr, in der Stadtbücherei Karben statt.

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