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JFK: Gemeinsamer Oppositions-Antrag im Kreistag

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Die John-F.-Kennedy-Schule ist heute Thema bei der Beratung des Wetterauer Kreishaushalts. © Antje Christ. Grunenberg-Heuer

Bad Vilbel (pm). Am heutigen Montag wird in Altenstadt der Kreishaushalt beraten. Bei der Beratung gibt es ein absolutes Novum: Die Fraktionen von Grünen Freien Wählern, FDP und Linken stellen einen gemeinsamen Antrag.

In zwei Jahren fünf Millionen Euro

Darin soll für die Ausbaumaßnahme an der JFK ein Gesamtausgabebedarf von fünf Millionen Euro in den Jahren 2022 und 2023 eingesetzt werden, »um die blamable Situation zu beenden.« In einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt es: »Die Arroganz der Macht in der bestehenden Kreisregierung aus CDU und SPD treibt merkwürdige Blüten.« In einer Anfrage zum jetzt verhandelten Haushaltsplan habe die Kreisspitze eindeutig klar gemacht, dass Schulbaumaßnahmen nur stattfinden können, wenn die Kosten im Haushalt der Schule zugeordnet sind. Die John-F.-Kennedy-Schule (JFK) in Bad Vilbel habe dort nur eine dicke 0 stehen. Ein Antrag der Grünen, das zu ändern, sei im Bildungsausschuss von der Koalition abgelehnt, aber von den anderen demokratischen Fraktionen gebilligt worden.

Teile des Hauptschulzweiges der JFK sollen - wie berichtet- im kommenden Schuljahr in Räumen der mittlerweile leerstehenden Brunnenschule auf dem Heilsberg unterrichtet werden. Die fußläufige Entfernung dorthin beträgt rund 30 Minuten. Die Parteien schreiben: »Eine Schule wird zerstückelt, weil der Kreis es nicht geschafft hat, rechtzeitig einen Schulentwicklungsplan vorzulegen, der die Schülerzahlen und die räumliche Entwicklung in konkrete bauliche Maßnahmen abbildet.«

Neue Perspektive eröffnen

Da in Bad Vilbel die Einwohnerzahl deutlich anwachse und der Neubau einer Grundschule weder rechtzeitig geplant wurde noch in erreichbarer Nähe stattfindet, platzen die bestehenden Grundschulen aus allen Nähten. »So muss die JFK jetzt sechs Klassenräume an die benachbarte Saalburgschule abgeben und dafür die Hauptschüler auf die Reise schicken.«

Die Vertreter der vier Parteien fragen sich, warum es immer die Schwächsten trifft. »Die Haupt- und Realschulen haben in dieser Kreiskoalition offensichtlich keine Lobby.« Die SPD Bad Vilbel habe sich vor der letzten Kommunalwahl für die JFK eingesetzt. »Danach ist sie in eine Zusammenarbeit mit der CDU eingetreten und hat geschwiegen.« Auf Kreisebene habe sich die SPD früher immer für gemeinsame Schulformen eingesetzt und hatte ein offenes Ohr für die Haupt- und Realschulen. »Heute arbeitet sie zusammen mit der CDU an deren Niedergang.« Im Haushaltsplan sind für das Jahr 2023 noch insgesamt 10,88 Euro für einen Haupt- und Realschüler an Investitionskosten eingestellt. Für Gymnasiasten sind es im selben Jahr rund 730 Euro. Die Opposition erwartet gleiche Bedingungen für alle. Sie wollen der John-F.-Kennedy-Schule eine Perspektive eröffnen. »Das fordern Schulleitung, Kollegium, Elternbeirat und Schülervertretung schon seit langem«, heißt es.

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