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Musik als Sprache des Friedens

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Von: Christine Fauerbach

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Das Friedenskonzert auf dem Niddaplatz stößt auf große Resonanz. © Christine Fauerbach

Mit Musik setzten künstler aus Bad Vilbel ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Das Publikum spendete 5000 Euro.

Ein musikalisches Zeichen für Frieden und Freiheit setzten am Sonntag zahlreiche Mitwirkende aus Bad Vilbeler Musikvereinen, Chören, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der Musikschule Bad Vilbel und Karben. »Musik für den Frieden« lautete der Titel des spontanen Friedenskonzertes auf dem Niddaplatz. Viele Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um die musikalischen Friedensbotschaften zu hören und ihre Solidarität mit den Menschen der Ukraine zu bekunden.

Mehrere Fahnen der blau-gelben Nationalflagge der Ukraine, die mit dem Symbol der Friedenstaube geschmückt waren, wehten auf dem Niddaplatz. Kinder und Erwachsene hielten Schilder hoch, auf denen stand »Stopp den Krieg« oder »No War«.

Die musikalische Bandbreite der Beiträge war breit gefächert. Sie reichte von der ukrainische Nationalhymne über Rock-, Pop- und Filmmusik bis zu Klassik, Kirchenliedern und der Europahymne »Ode an die Freude«. Der Appell an die russische Regierung war eindeutig, das Mitgefühl für die ukrainische Bevölkerung groß. Musikschulleiterin Corinna Probst und Thorsten Mebus, Gemeindereferent der Evangelischen Christuskirchengemeinde, freuten sich über das Mitwirken der vielen Künstlerinnen und Künstler und die große Unterstützung der Bevölkerung.

5000 Euro Spenden gesammelt

Thorsten Mebus bat das Publikum um Spenden für die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, die in ihren Schutzgebieten in der Polesie und den Karpaten Schutzräume für Flüchtlinge anbieten und Versorgungskorridore bauen. Die Zuhörer ließen sich nicht lange bitten und am Ende des Konzerts waren die Spendentrommeln mit 5000 Euro gefüllt wie Musikschul-Leiterin Corinna Probst informierte.

Zu den emotionalsten Momenten des Konzertes gehörte der gemeinsame Auftritt einer russischen Musikschullehrerin und ihrer ukrainischen Gesangsschülerin. Ihre Botschaft lautete: »Wir singen immer noch zusammen, trotz Krieg.« Die Russin Natascha Grin aus Kasan in der Republik Tatarstan und die Ukrainerin Katja Shostak aus Kiew stimmten das ukrainische Volkslied »Ich schaue in den Himmel« und den im Krieg zur Hymne gewordenen Rocksong »Ich werde nicht ohne Kampf aufgeben« einer ukrainischen Rockband an. Die Nationalhymne der Ukraine spielten alle Musiker gemeinsam.

Ein Stück von Bach spielten die Blechbläser der Musikschule unter der Leitung von Anke Ebel, die Posaunisten Sören Scharnagel und Tobias Reuter gemeinsam mit Tubaspieler Matthias Marx von der Stadtkapelle Bad Vilbel. »Du bist gut« stimmte der Jugendchor der Christuskirche unter anderem an. Das Akkordeonorchester Bad Vilbel unter Leitung von Elke Deweil spielte »Over the rainbow«.

Zum Finale die Europahymne

Musikalisches Zeichen mit Texten und Musik für den Frieden und gegen den Krieg setzten Solist Ron Wegenmaier und das Duo Lauritz Jordan und Moritz Dechert. Die Musikschullehrer Stefanie Ruck und Peter Koch wurden bei ihrem Perkussion-Beitrag vom jüngsten Musiker des Friedenskonzertes, dem zehnjährigen Rafael Borcherding, begleitet. Zum Repertoire der Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle Bad Vilbel und des Blasorchesters Massenheim gehörten die Filmmusiktitel »Gonna fly now«, »Through the eyes of love« und »Eye of the tiger«.

Auf breite Zustimmung stieß bei dem im eisigen Wind frierenden Publikum die Aussage vom Vorsitzenden der Stadtkapelle, Alexander Fry: »Es ist heute wie Weihnachtsmarkt. Kalte Hände, kalte Füße, aber kein Glühwein.«

Matthias Meffert stimmte unter anderem - verstärkt durch den Gospelchor der Christuskirche - »I’m gonna trust in god« und »Gott erbarme dich« an. Saxofonist Bernd Stoll und Bassist Ralf sowie Natascha Grin & Friends sorgten mit Gesang, Percussion, Keyboard und E-Gitarre für Stimmung auf dem Niddaplatz. Bevor alle gemeinsam die Europahymne anstimmten, interpretierte der Chor BelVoce »Hands United In Peace«.

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