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Nicht nur Apfelsaft unter die Leute bringen

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Von: Niklas Mag

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Viele Besucher kommen trotz unbeständigen Wetters zur Obstbaugruppe Dortelweil. © Niklas Mag

Bad Vilbel (nma). Im vergangenen Jahr hat nach Corona-Pause bereits ein Kelterfest stattgefunden und am vergangenen Wochenende war es bei der Obstbaugruppe in Dortelweil wieder so weit. »Wir bauen die Kelter und die Presse auf, denn uns ist wichtig, dass die Leute das Ganze anfassen und selbst dran drehen können«, erklärt Erika Steinmetz, Schriftführerin der Obstbaugruppe.

Die Äpfel kommen vom Dortelweiler Golfplatz. Zwar hat die Obstbaugruppe auf dem Gelände direkt an der Nidda in Dortelweil auch eigene Obstbäume, doch eignet sich das Obst nicht für die Saftherstellung: »Das sind eher Tafeläpfel, dir wir so verkaufen«, erläutert Steinmetz. Sechs große Säcke mit Kelterobst sind auf dem Golfplatz zusammengekommen. Einer davon wurde bereits am vergangenen Donnerstag gepresst: »Wir haben jedes Jahr einen Kindergarten da. Die Kinder durften dann selbst keltern und den Süßen natürlich auch probieren. Das ist immer wieder eine schöne Veranstaltung, finde ich«, so Steinmetz. »Ich glaube, die haben auch viel gelernt.«

Der Verein macht aus einigen übrigen Äpfeln Apfelgelee, das den Kindergartenkindern noch zugeht. »Ich schätze, es waren zwischen 80 und 100 Leute beim Kelterfest und das obwohl das Wetter nicht so gut war«, freut sich Steinmetz. Die Feuerwehr hatte der Obstbaugruppe noch ein Zelt für den Regenschutz geliehen, doch verfügt das Gelände auch über eine Hütte mit überdachtem Außenbereich. »Am Abend hat Gottfried Lehr gesungen, das war ein sehr amüsanter Konzertabend. Einige von uns haben noch bis in die Nacht zusammengesessen.«

Die Apfelsäcke seien fast komplett geleert, die Vilbeler hätten ihre Gefäße mitgebracht und sich den frisch gepressten Saft mit nach Hause genommen. »Der ist sehr süß dieses Jahr. Das liegt an der vielen Sonne«, weiß Erika Steinmetz. Für den Verein war das Kelterfest also ein Erfolg. Rund 80 Mitglieder hat die Obstbaugruppe Dortelweil und kämpft mit denselben Problemen wie viele andere Vereine auch: »Uns fehlen leider junge Mitglieder. Aber das Schöne ist, unser Verein ist aktiv. Wir haben immer genug Helfer.« Denn es wäre schade, wenn die Obstbaugruppe irgendwann die Kelterveranstaltungen einstellen müsste, meint die Schriftführerin. »Ich finde, wir haben da auch einen gewissen Bildungsauftrag. Uns ist sehr wichtig, dass die Kindergartenkinder das Keltern vor Ort erleben können und erfahren, wie das funktioniert«, so Steinmetz.

»Ich glaube, gerade Kinder nehmen bei uns ganz viel mit.« Das Tafelobst vom Gelände der Obstbaugruppe wird am 1. Oktober von 12 Uhr bis 15 Uhr verkauft. Die Wiese der Obstbaugruppe ist zwischen Niddaradweg und Bahnstraße zu finden, ungefähr auf Höhe der neuen Brücke zum Sportplatz.

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