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Nistkästen für Meisen und Fledermäuse

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als natürlichen Schutz gegen Schädlinge an den Bäumen. © Red

Bad Vilbel (pm). Der städtische Bereich für Grünflächenpflege geht neue Wege bei der Vorbeugung vor dem Eichenprozessionsspinner. Rund um den Ritterweiher sowie am Rathaus wurden 30 Nistkästen für Meisen angebracht, am Ritterweiher zusätzlich vier Nistkästen für Fledermäuse. Die Tiere sollen dabei helfen, den Eichenprozessionsspinner einzudämmen, der in den vergangenen Jahren immer wieder zu Sperrungen rund um die Gebiete führte.

Meisen und Fledermäuse sind natürliche Fressfeinde des Schädlings.

Ökologisches

Gleichgewicht

»Nach dem Blattaustrieb an den Eichenbäumen wird in der Regel eine Präventivmaßnahme gegen den Eichenprozessionsspinner durchgeführt. Die Bekämpfung der Raupen mittels eines Insektizides erfolgt vorwiegend unter dem Aspekt gesundheitlicher Risiken für den Menschen. Wurde der richtige Zeitpunkt verpasst und die Raupen haben die gefährlichen Brennhaare ausgebildet, ist nur noch eine Absaugung möglich.

Die Kombination von Absaugen und der Einsatz von Insektiziden ist ein effektives Verfahren für den Schutz von Mensch und Tier. Der Einsatz von so genannten Nützlingen wie Meisen oder Fledermäusen kann das ökologische Gleichgewicht in der Natur stärken.«, erklärt der Bereichsleiter für Grünflächenpflege bei der Stadt Bad Vilbel, Alexander Kasimir.

In den vergangenen Jahren gab es insbesondere am Ritterweiherspielplatz immer wieder Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner, der je nach Entwicklungsstadium auch für den Menschen gesundheitliche Folgen hat. Dementsprechend musste das Gebiet häufig abgesperrt und der Schädling aufwändig beseitigt werden. »Wir sind der Meinung, dass ein natürlicher Schutz der beste Weg ist, um dem Schädlingsproblem auch nachhaltig Herr zu werden.

Die 30 Nistkästen für Vögel und die vier Kästen für Fledermäuse sind jetzt ein Stück weit ein Pilotprojekt, das wir beobachten und auswerten werden. Grundsätzlich aber sind wir hier guter Dinge, dass dies auch funktionieren wird«, so Kasimir abschließend.

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