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Paddeln auf der Nidda ab sofort verboten

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Von: red Redaktion

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Ab sofort darf auf der Nidda nicht mehr gepaddelt werden - damit die Fische in ihrer Laichzeit keinen Schaden davontragen, schreibt das Regierungspräsidium. © pv

Der Sommer lockt die Menschen ans kühle Nass, doch darf dabei die Natur nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, schreibt das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt in einer Pressemitteilung.

Wegen der niedrigen Wasserstände der Nidda und der gleichzeitig stattfindenden Laichzeit wichtiger Fischarten für die Nidda hat das RP nun das Kanufahren auf dem Gewässer bis Ende Juli untersagt. Das Verbot gilt von der Kreisgrenze Wetterau/Vogelsberg bis 120 Meter unterhalb der Eschbachmündung.

Das RP als Umwelt- und Fischereibehörde wolle mit dem drastischen Schritt Schäden an den Fischen verhindern. Deren Laichzeit dauert noch bis Ende Juli. Gleichzeitig seien die Gewässerstände sehr niedrig. Die Behörde fordert Wassersportler daher auf, das Paddeln auf der Nidda - womit auch immer - ab sofort zu unterlassen.

Durch die - auch pandemiebedingt - verstärkte Freizeitnutzung habe sich der Druck auf die Nidda in den vergangenen Jahren erheblich erhöht. Besonders sensibel seien die Kiesbänke, da diese den Fischen zum Laichen dienten. Wenn hier bei niedrigem Wasserstand gepaddelt werde, drohe schwerwiegender Schaden für die Natur.

»Es ist zwar sehr erfreulich, dass unsere naturnahen Gewässer so geschätzt werden. Wir müssen sie aber - wenn nötig - auch schützen«, sagt Dezernatsleiterin Elisabeth Geselle. In den vergangenen Jahren sei die Nidda mit viel Aufwand und unter hohen Kosten an vielen Stellen renaturiert worden. Dieser Erfolg müsse dauerhaft gesichert werden.

Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und dem Wetteraukreis arbeitee das RP daran, die mühsam aufgebauten vorhandenen Biotopstrukturen zu erhalten und das Gewässer langfristig wieder in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen - dies sei aktuell noch nicht in ausreichendem Maße der Fall.

Befahrensverbote der Nidda gibt es bereits aufgrund von Bauarbeiten der Bahn in Bad Vilbel mindestens bis zum 30. Oktober sowie zeitlich unbegrenzt im Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau.

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