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Prozess wegen Totschlagsversuchs

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Bad Vilbel/Frankfurt (dpa). Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung haben sich seit Mittwoch ein 56 Jahre alter Mann sowie dessen 29, 36 und 37 Jahre alten Söhne vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten.

Die Anklage legt ihnen zur Last, im Dezember 2021 in Bad Vilbel unter Todesdrohungen einen 51 Jahre alten Mann erheblich misshandelt zu haben. Das Opfer wurde unter anderem mit einer abgebrochenen Glasflasche gestochen sowie mit einer schweren Rohrzange geschlagen. Später aber wurde von den Tätern der Notarzt alarmiert. Gleichwohl geht die Staatsanwaltschaft von einem bedingten Tötungsvorsatz aus.

Gewalttätigkeiten eingeräumt

Am ersten Verhandlungstag räumten die vier aus dem westfälischen Gronau stammenden Angeklagten die Gewalttätigkeiten ein. Der Vater ist Deutscher mit türkischen Wurzeln. Aber auch das Opfer sei sehr aggressiv gewesen und habe den Vater zunächst geschlagen.

Spannungen wegen Grundstücken

Zu den Spannungen sei es aufgrund länger zurückliegender Grundstücksgeschäfte in der Türkei genommen, bei denen der Großvater der Brüder offenbar übervorteilt worden war. Auch am Tattag habe man sich wieder darüber gestritten.

Zunächst blieb der Vorfall über mehrere Monate hinweg unaufgeklärt. Erst im August wurden die Männer nach und nach festgenommen und sind bis heute in Untersuchungshaft. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst vier weitere Verhandlungstage bis Ende März terminiert.

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