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Raubritter Bechtram im Mittelpunkt

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Bernd Kaffenberger (l.) und Christian Depré (r.) übergeben den Scheck und das Bild an Claus-Günther Kunzmann (Mitte links) und Michael Döricht. © Red

Bad Vilbel (nma). Ein Bild und 1420 Euro wechselten am Donnerstagmittag vor den Burgmauern in Bad Vilbel den Besitzer. Rewe-Leiter Bernd Kaffenberger und seine Brauerei Felwila stifteten den Betrag an den Förderverein der Burgfestspiele. Hinzukommt das Flaschen-Etikett als großes Bild. 1420 ist nämlich die Jahreszahl, in der der berüchtigte Ritter Bechtram sein Leben verlor.

Was Raubritter Bechtram wohl sagen würde, wüsste er, dass sein Konterfei und sein Todesdatum eine Spendenübergabe zieren? Nun, er kann sich dazu nicht mehr äußern, denn 1420 wurde der Raubritter in Frankfurt hingerichtet. »Wir haben ja schon das Bier ›Dunkle Seele‹ gemacht, das auf Bechtram anspielt und das ›Pirate Porter‹ mit der Jahreszahl seiner Schiffsüberfälle«, erklärt Bernd Kaffenberger. Es ist also durch und durch ein Regionalprodukt.« 1420 sei die Jahreszahl der Hinrichtung des berühmten Bad Vilbeler Raubritters und Titel des zeitlich limitierten Starkbiers. »Deshalb steht auf dem Bierdeckel auch ›Köpf mich‹«, erläutert Kaffenberger. Braumeister Christian Depré erläutert: »Das Bier ist sehr stark, kräftig und kernig und passt deshalb gut zu der Thematik.«

Künstler Florian Erb gestaltet Etikett

Den Auftrag, ein entsprechendes Etikett zu gestalten, hatte dieses Mal Künstler Florian Erb. Dieser nutzt gerne verschiedenste Methoden zur Erstellung seiner Kunst, weiß Kaffenberger. Das Bild von Ritter Bechtram sei digital auf einem Tablet entstanden. Eine großformatige Version davon haben die Bierbrauer mitgebracht, um es an den Festspielintendanten Claus-Günther Kunzmann und den Fördervereinsvorsitzenden Michael Döricht zu übergeben. »Wir möchten uns da ganz herzlich für bedanken. Für das Bild werden wir einen schönen Platz finden. Vielleicht aber eher nicht das Kartenbüro«, überlegt Döricht. Kunzmann ergänzt lachend: »Das Bild eines Raubritters wäre vielleicht das falsche Signal für die Verkaufsstelle.«

Der Förderverein der Burgfestspiele ist breit aufgestellt. Unter anderem wird die Stelle der Theaterpädagogin von Geldern des Fördervereins finanziert. »Diese Projekte haben für uns immer Priorität, und da wird auch dieses Geld hineinfließen«, kündigt Döricht an. Allerdings beteilige sich der Förderverein zum Beispiel auch an der Wiederaufnahme des Audiowalks zu Shakespeares Sonetten. Die Burgfestspiele hatten wegen der Pandemie im vergangenen Jahr das Format entwickelt und den Burgpark dafür illuminiert, damit die Gäste beim Hören der Sonette den Burgpark neu entdecken können. 2022 soll das Projekt wiederholt werden. »Außerdem stehen bauliche Veränderungen an, wir haben also viel vor. Die theaterpädagogischen Projekte für Kinder haben allerdings immer Priorität.«

Man sei immer sehr froh darüber, wenn sich Firmen oder Privatleute zu Spenden an den Förderverein entscheiden. Schönerweise habe der Verein während der beiden Pandemiejahre keine Förderer verloren, man habe weiterhin viel Unterstützung erfahren. »Rewe Kaffenberger ist ohnehin Mitglied bei uns und hat uns in der Vergangenheit schon mehrfach unterstützt. Ich finde es toll, wie Bad Vilbel gerade in dieser schwierigen Zeit an einem Strang zieht«, findet Michael Döricht.

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