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Runder Tisch koordiniert Hilfsangebote

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Bad Vilbel (pm). Die ersten Spenden sind eingesammelt und bereits auf den Weg in die Grenzgebiete zur Ukraine. Erste Ukrainerinnen und Ukrainer haben in Bad Vilbel Unterkünfte gefunden. Viele Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler beteiligen sich an Hilfsaktionen und unterstützen auf verschiedenen Wegen. Nun sollen diese Angebote und Aktionen zentral koordiniert werden.

Hierfür hat sich ein runder Tisch unter Beteiligung der Stadt, des Flüchtlingshilfevereins, der Kirchen, der Schulleitungen, der Familienzentren und von Sozialverbänden gebildet, teilt die Stadt mit.

»Im ersten Moment war es wichtig, dass wir schnell für Hilfe sorgen und Spendensammelaktionen oder Unterkunftsvermittlungen ins Leben rufen. Nun gilt es die gestarteten Hilfsaktionen zu bündeln und zentral zu koordinieren. Hierfür haben wir nun einen runden Tisch gebildet, mit welchem wir den Austausch aller Beteiligten fördern und koordinieren können«, so Sozialdezernentin Ricarda Müller-Grimm.

Austausch über Erfahrungen

In einem ersten Überblick über die bislang geleiteten Hilfsaktionen tauschte man sich über Erfahrungen und Zuständigkeiten aus. Zudem blickte man voraus und erörterte zukünftige Herausforderungen wie die der Schulpflicht der Kinder, Angebote für Mutter-Kind-Treffen sowie weitere Unterkunftsvermittlung und die Einrichtung eines Hilfeladens. »Zudem haben wir erste Überlegungen für eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger angestrengt, insbesondere für diejenigen, die als Helferinnen und Helfer auftreten. Es ist in unseren Augen wichtig, dass wir alle Informationen, die wir haben, schnell und gezielt teilen, um gerade denen zu helfen, die selbst helfen«, führt Müller-Grimm weiter aus. Angebote für Unterkünfte werden nach wie vor gern angenommen. Diese können digital in die Vermittlungsbörse des Flüchtlingshilfevereins eingetragen werden: https://fluechtlingshilfe-bad vilbel.de/ukraine-hilfe/wohnungsvermittlung/. Aus dieser Liste werden dann passende Angebote für Ukrainerinnen und Ukrainer nach Bedarf gefiltert. Wer selbst Menschen bei sich aufgenommen hat, kann sich bei Fragen an Susanne Förster wenden, die in der Stadtverwaltung verantwortlich für den Bereich der Flüchtlinge ist. Sie ist erreichbar unter 0 61 01/602-278 oder per E-Mail unter susanne.foerster@bad-vilbel.de.

Hilfeladen soll aufgebaut werden

Auch der Flüchtlingshilfeverein steht für Rückfragen zur Verfügung. Susanne Förster und der Flüchtlingshilfeverein koordinieren zudem gemeinsam ehrenamtliche Hilfe beim Aufbau eines Mutter-Kind-Treffens, beziehungsweise einer Familienbetreuung. Wer hier helfen möchte, ist gern gesehen. Susanne Förster ist weiterhin auch die Koordinatorin für Dolmetscherangebote. Um einen Hilfeladen aufzubauen, sucht der Flüchtlingshilfeverein ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. In diesem Laden können geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer Sachspenden entgegennehmen. Sobald der Laden eröffnet hat, können dann auch dort direkt Spenden abgegeben werden. Informationen hierzu und wann der Laden eröffnet, gibt es auf der Seite des Flüchtlingshilfevereins.

Den runden Tisch werde man in jedem Fall fortsetzen, heißt es weiter. »Mein Dank gilt allen Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler, die bislang so viel Hilfe geleistet haben und es immer noch tun. Die Hilfsbereitschaft und die Unterstützungsangebote sind überwältigend und zeigen einmal mehr, dass wir uns in Bad Vilbel gegenseitig aufeinander verlassen können und helfen, wenn es darauf ankommt. Vielen Dank«, erklärt Ricarda Müller-Grimm abschließend.

Eine wichtige Information der Stadt für alle Ukrainer, die nun in Bad Vilbel und Umgebung untergekommen sind: Es ist wichtig, dass diese sich bei den Einwohnermeldeämtern anmelden, sofern sie dauerhaft am jetzigen Ort bleiben möchten. Nur mit dieser Anmeldung ist es möglich, beispielsweise ein Bankkonto zu eröffnen oder Leistungen beim Wetteraukreis zu beantragen. red

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