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Unsichtbares soll sichtbar werden

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Von: Christine Fauerbach

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Freuen sich über die Unterstützung ihres Projektes: Friedemann Kuhl, Nicole Wächtler, Katharina Paech und Carsten Treber. © Christine Fauerbach

Bad Vilbel (cf). Strahlende Gesichter im Georg-Büchner-Gymnasium (GBG): Das Kunst- und Performance-Projekt »(un)sichtbar« des Kunst-Leistungskurses von Lehrerin Katharina Paech in Kooperation mit freischaffenden Künstlern kann nach den Sommerferien wie geplant realisiert werden. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung von Schulleiter Carsten Treber und finanzielle Förderung.

Das Projekt wurde in das Förderprogramm »Kunstvoll« des Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main aufgenommen und wird vom Förderverein des GBG unterstützt.

Mäzene spielen in der Kunst schon immer eine große Rolle. Sie fördern Kunstschaffende oder Kunstprojekte finanziell, ohne dafür im Gegensatz zu Sponsoren eine Gegenleistung zu erwarten. Das Förderprogramm »Kunsvoll« unterstützt seit zehn Jahren Jugendliche und junge Erwachsene bei der Umsetzung von Kulturprojekten. Das GBG-Projekt ist eines von 32 Projekten aus der Rhein-Main-Region, die mit rund 355 000 Euro Fördervolumen im Schuljahr 2022/2023 unterstützt werden. Seit Beginn dieses Förderprogramms im Schuljahr 2013/2014 wurden insgesamt 219 Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Kulturinstitutionen beziehungsweise freischaffenden Kunstschaffenden mit einer Gesamtsumme von über zwei Millionen Euro unterstützt.

Jetzt hilft die Finanzierung den 15 Vilbeler Kunstleistungskursschülern, ihrer Lehrerin und den Künstlern sogar dabei, ab Herbst Unsichtbares sichtbar zu machen. »Das Kunst- und Performance-Projekt soll die Schüler dazu ermutigen, ihre Erfahrungen aus zwei Jahren Pandemie zu reflektieren und durch künstlerische Arbeit sichtbar zu machen«, informiert Nicole Wächtler.

Die freischaffende Künstlerin und Designerin gehört neben der bildenden Künstlerin Michaela Heidlas-May und dem freiberuflichen Designer und Musiker Friedemann Kuhl zu den Kooperationspartnern.

»Die Schüler haben sich bereits in diesem Schuljahr mit der Frage beschäftigt, warum Performance Kunst ist. Die Ergebnisse von ›Performance reloaded‹ präsentieren sie bis September im Saal der Alten Mühle«, berichtet Katharina Paech. Beim Projekt »(un)sichtbar« wird nicht nur wie bei »Performance reloaded« von den Schülern der öffentliche Raum bespielt, sondern es sollen auch an drei Orten Passanten mit ins Projekt einbezogen werden.

Einer der Orte liegt in der Natur. Bespielt werde entweder der Wald, eine Wiese oder Gärten. Der zweite Ort ist die Bad Vilbeler Innenstadt, zwischen Kurhaus und Niddaplatz. Der dritte Ort ist der geschützte Schulraum des GBG. Mit farbigen Stoffen, bunten Tapes, Farben, Klängen, Objekten und dem eigenen Körper werden die Kunst-Orte optisch und akustisch bespielt. Die Inhalte entwickeln sich während der Performance. Im Vorfeld haben sich die Schüler bereits mit Werken von Künstlern wie Otto Dix und Paula Modersohn-Becker beschäftigt.

Ziel des Projektes ist es, dass sich die Schüler mit Hilfe von partizipativen Kunstprojekten ihren Lebensraum nach der Pandemie in einer Gruppe quasi als Künstlerkollektiv wieder aneignen. Und gleichzeitig Betrachtende in diesen Erfahrungsraum mit eintauchen lassen. »Die temporären Installationen und Aktionen sollen mit Hilfe von selbst erstellten Film- und Fotobeiträgen dokumentiert und über Social Media verbreitet werden«, kündigt Friedmann Kuhl an.

Zum Abschluss

ein Happening

Die projektbegleitende Dokumentation mit Clips und Audioaufzeichnungen holt die neuen Medien mit hinein ins Kunstprojekt. Zudem könnte für den Sound der Dokumentation Musiker aus den Reihen der GBG-Schüler herangezogen werden. Gemeinsam mit Schauspielerin Claudia Felix haben die Schülerinnen und Schüler bereits Stimmübungen absolviert und Texte eingesprochen. Den Abschluss des Projektes »(un)sichtbar« werde ein »Happening mit Ausstellung und Aktionen bilden«, kündigt die Kunstlehrerin an.

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