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Vorfreude auf Shakespeare

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Von: Niklas Mag

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Richard Hötter hat die musikalische Leitung beim Stück »Viel Lärm um nichts« inne. © Niklas Mag

Am Freitag feiert »Viel Lärm um Nichts« Premiere. Die Gäste können sich darauf freuen, etwas Besonderes geboten zu bekommen. Musik spielt eine wichtige Rolle in der In

Bad Vilbel (nma). »Es ist Shakespeare. Deshalb.«, antwortet Dramaturgin Ruth Schröfel lachend auf die Frage, warum es »Viel Lärm um Nichts« auf den Spielplan dieses Jahres geschafft hat. Festspielintendant Claus-Günther Kunzmann ist bekanntermaßen großer Shakespeare-Fan und außerdem: »Shakespeare passt immer super hier in unsere Burg und auf Freilichtbühnen generell«, ergänzt Schröfel.

Musik spielt

eine große Rolle

Die Regie übernimmt Milena Paulovics: »Ich liebe Shakespeare und bin ohnehin gerade in diesem Kosmos drin. Es geht in diesen Stücken immer um alles und um ganz viel Leidenschaft. Die Rollen sind großartig und der Wechsel zwischen Komik und Tragik ist rasant«, beschreibt die Regisseurin die Stücke des Schreibers und somit auch »Viel Lärm um Nichts«, das am Freitag Premiere in der Burg feiert. »Wir haben ein sehr starkes Ensemble und das kann bei so einem Stück richtig leuchten.« Komödiantische Wortgefechte und Täuschungen stehen bei »Viel Lärm um Nichts« im Fokus, doch gibt es natürlich auch Kampfchoreografien und - etwas ungewöhnlich - Musik.

Richard Hötter hat die musikalische Leitung inne: »Sprache und Musik gehören für mich einfach zusammen«, meint er. Songs sind in diesem Stück von Shakespeare eigentlich nicht enthalten, doch man baue diese in die Handlung ein und sogar teilweise mit Choreografien. »Musik spielt eine große Rolle in der Handlung, man kennt die Lieder, aber ich habe sie etwas überarbeitet und auch selbst komponiert«, berichtet der Musiker. Ein Musical sei es aber nicht, denn auf der Bühne stehen ausgebildete Schauspieler. »Das war aber schönerweise ein Selbstläufer, denn die können allesamt toll singen«, lobt der musikalische Leiter. Musik und Text seien im Laufe der Proben immer mehr gewachsen. »Wir können nicht zu viel verraten, aber es ist immer plausibel, warum eine Figur ein Stück singt.« Das bringe zusätzliche Emotionen in die Handlung und die Schauspieler singen toll, so der Musiker.

Zuschauer sollen

überrascht werden

Die Ausstattung des Shakespeare-Stücks soll an die 1950er und 1960er Jahre erinnern, hier wolle man ästethisch einen etwas anderen Weg gehen als die Shakespeare-Inszenierungen in den vergangenen Burgfestspiel-Jahren. An vielen Enden wolle man die Zuschauer überraschen, schildert Regisseurin Paulovics. Das Stück lebt von schnellen Wechseln und vom Miteinander der Charaktere. Das macht die Handlung sehr dynamisch, ähnlich der Inszenierung von »Was ihr wollt« in der vergangenen Spielzeit. »Es geht um Liebe, um Täuschungen und das große Shakespeare-Thema: Sein und Schein«, fasst Milena Paulovics zusammen. »Die Zuschauer werden ein tolles Ensemble sehen, die mit einer überbordenden Leidenschaft schillernde Figuren spielen.« Die Geschichte voller Liebe, Intrigen, Abgründen und Hoffnungen würde von der Sprache, der Musik und überraschenden Wendungen eingerahmt. »Es wird ein Gesamterlebnis«, verspricht Paulovics.

Für die Generalprobe am Donnerstag, 21. Juli, und die Premiere am Freitag, 22. Juli, sind nur noch wenige Tickets verfügbar. Am 23. und 24. Juli wird gespielt, dann geht es am 4. August weiter. Gespielt wird bis zum 28. August. Weitere Termine und Tickets sind unter www.kultur-bad-vilbel.de oder im Kartenbüro der Burgfestspiele, Klaus-Havenstein-Weg 1, zu bekommen. Rufnummer: 0 61 01/ 55 94 55.

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