1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Bad Vilbel

Zweiter Akt für »Sister Act«

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Niklas Mag

Kommentare

gaed_ndv_SisterActVorbesp_4c_1
Helena Lenn, Christian Voss und Angelika Zwack (v. l.) stehen kurz vor der Premiere des Musicals »Sister Act«. © Niklas Mag

»Sister Act« ist es wert, gesehen zu werden, sind sich die Verantwortlichen der Burgfestspiele Bad Vilbel sicher. Im vergangenen Jahr war das wegen Corona-Beschränkungen in der Burg nicht für jeden möglich, deshalb geht das Musical in diesem Sommer in die zweite Runde. Dennoch gibt es einige Änderungen im Vergleich zu 2021.

D ie Akteure und Akteurinnen der Bad Vilbeler Burgfestspiele, die die Dortelweiler Reithalle zum Proben nutzen, sind wirklich froh, wenn es etwas kühler wird. Das alte Gebäude ist berüchtigt dafür, innen zehn Grad mehr als außen zu haben, dafür passt hier aber das gesamte Bühnenbild von Sister Act hinein. Das wiederum hilft Regie und Darstellern bei der Arbeit enorm.

Für »Sister Act« geht es in der kommenden Woche in die Wasserburg, denn am Donnerstag ist Premiere. Sieben neue Leute hat Regisseur Christian Voss in seinem Ensemble. Auch die Kontaktbeschränkungen auf der Bühne gibt es in diesem Jahr nicht. »Wir dürfen uns also endlich wieder anfassen«, meint der Regisseur lachend.

Chor »BelVoce« ist wieder dabei

Im vergangenen Jahr sei die Herausforderung groß gewesen, ein solches Musical mit bis zu 22 Leuten auf der Bühne zu inszenieren, ohne die Kontaktbeschränkungen zu verletzen.

Auch der Bad Vilbeler Chor »BelVoce« wird wieder Teil der Inszenierung sein und darf die Szenen unten auf der Bühne begleiten - im vergangenen Jahr unterstützen die Chormitglieder aus genanntem Grund singend von der obersten Ebene aus. »Eine Wiederaufnahme ist ja auch immer eine Chance, Szenen noch einmal zu überarbeiten. Als Kreativer ist man ja recht perfektionistisch, zumindest geht es mir so«, sagt Voss. Er habe sich deshalb mit dem Leitungsteam eine Aufnahme aus vergangenem Jahr angeschaut. »Wir haben zum Beispiel entschieden, dass wir das Verhältnis zwischen Hauptfigur Doloris und ihrem Liebhaber Curtis in der ersten Szene deutlich besser herausarbeiten wollen.« Die Dynamik des Stücks verbessere sich durch Anpassungen wie diese wesentlich.

»Außerdem haben wir die Umbauten etwas vereinfacht und die Sachen, die richtig gut funktioniert haben, stärker herausgearbeitet.« Auch die Figuren ändern sich durch die neuen Gesichter im Ensemble.

Helena Lenn ist in diesem Jahr Schwester Mary Roberts: »Ich hatte gedacht, Wiederaufnahme heißt, ich muss alles genau so machen wie im letzten Jahr. Aber Christian hat mir die Zeit gegeben, in die Rolle zu finden und sie neu zu entfalten.« Eine gute Arbeitsatmosphäre sei gerade bei der kurzen Probenzeit eine wichtige Grundlage, sind sich Lenn und Voss sicher.

Dramaturgin Angelika Zwack weiß, dass es ein logischer Schritt der Burgfestspiele war, »Sister Act« erneut auf den Spielplan zu setzen. »Es war ein so großer Erfolg letztes Jahr und die Nachfrage war deutlich größer als wir mit Corona-Beschränkungen auffangen konnten.« »Sister Act« sei ein Stimmungsgarant, und die Rückmeldungen seien insgesamt sehr positiv gewesen. »Es war auch etwas sehr Besonderes letztes Jahr, dass wir trotz Corona eine so große Produktion auf die Beine stellen konnten.«

Das Stück sei humorvoll, untermalt von Livemusik und absolut spannend. »Und ich finde, die einzelnen Charaktere machen es auch aus. Das ist eben auch ein Verdienst von Christian Voss, man schaut den einzelnen Figuren total gerne zu.

Für die öffentliche Generalprobe am 13. Juli und die Premiere am 14. Juli sind nur noch wenige Restkarten verfügbar. Danach wird »Sister Act« bis zum 17. Juli gespielt. Weiter geht es zum Monatswechsel. Insgesamt ist das Stück bis in den September zu sehen. Weitere Informationen und Tickets sind unter www.kultur-bad-vilbel.de oder im Kartenbüro der Burgfestspiele, Klaus-Havenstein-Weg 1 in Bad Vilbel zu bekommen. Die Telefonnummer lautet 0 61 01/55 94 55. nma

Auch interessant

Kommentare