Benz zu voll! Hanseat muss Kofferraum entrümpeln

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„Hab’ mein Wagen vollgeladen“ – an dieses Volkslied vom Anfang des 20. Jahrhunderts könnten Beamte der mittelhessischen Polizeiautobahnstation gedacht haben, als sie auf der A 5 einen silberfarbenen

„Hab’ mein Wagen vollgeladen“ – an dieses Volkslied vom Anfang des 20. Jahrhunderts könnten Beamte der mittelhessischen Polizeiautobahnstation gedacht haben, als sie auf der A 5 einen silberfarbenen Kombi erblickten – und prompt stoppten. Das Auto eines Hamburgers (67) war der Polizeistreife zwischen dem Gambacher Kreuz und der Anschlussstelle Butzbach wegen seiner Beladung aufgefallen.

Nicht nur die schon kreativ zu nennende Beladungsweise stach den Beamten dabei ins Auge, auch was das Gewicht des Fahrzeuges anging, gab es erhebliche Bedenken. Daher führte die Fahrt des Mannes unter Begleitung der Streife zu einer Waage. Mit mehr als 2,5 Tonnen Gesamtgewicht konnte dort eine Überladung des Mercedes von mehr als 16 Prozent festgestellt werden. Da eine Weiterfahrt durch die Beamten erst nach einer entsprechenden Minderung des Gewichtes zugelassen werden konnte, fand sich eine ungewöhnliche Lösung: Während eines Zwischenstopps am Recyclinghof in Butzbach lud der Senior aus dem Norden einen Teil seiner Ladung aus – und verfrachtete sie in einen Container für Sperrmüll.

Danach durfte er buchstäblich erleichtert und mit zulässigem Gewicht seinen Trip fortsetzen. Nach dieser Begegnung mit den auf die Einhaltung der Gesetze pochenden Hessen erwartet den Hanseaten Post. Die Bußgeldstelle wird der Absender sein. Der Autofahrer muss für seinen Verstoß mit einem Bußgeld und einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg rechnen.

(rjm)

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