Schock am frühen Morgen in Karben: Eine Frau prallt mit ihrem Wagen frontal in einen Schulbus. Die Kinder sind zum Glück wohl auf.
Schock am frühen Morgen: Im Karbener Stadtteil Burg-Gräfenrode ist eine Autofahrerin mit ihrem Wagen frontal in einen Schulbus geprallt. Die Frau kam schwer verletzt in ein Bad Nauheimer Krankenhaus. Ein Kind erlitt im Bus leichte Verletzungen. Den anderen ist zwar nichts passiert – den Berufsverkehr auf der Landesstraße 3351 Richtung Ilbenstadt hat der Unfall jedoch trotzdem ganz schön durcheinander gebracht.
Ingeborg Strehl steht der Schrecken deutlich ins Gesicht geschrieben. „Es passiert ja öfter mal etwas Kleines, aber so etwas hatten wir noch nie.“ Fassungslos steht die Inhaberin des Karbener Omnibusbetriebs Eberwein an der L3351 kurz vor dem Betriebshof ihres Unternehmens. Um sie herum Trümmerteile, ein roter Kleinwagen steht deformiert auf der Seite, der Bus parkt mit völlig kaputter Front und zersplitterter Eingangstür in der Mitte der Landstraße am Ortsausgang des Stadtteils Burg-Gräfenrodes. „Die PKW-Fahrerin auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist in den Bus geprallt“, erklärt Stadtbrandinspektor Thomas Bier.
„Die Fahrerin auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite sei eingeschlafen, vermutete der Fahrer“, sagt Strehl. Sie wurde sofort nach dem Unfall von ihrem Angestellten informiert und hat sich sofort auf den Weg zum Betriebshof gemacht. Nähere Informationen zum Unfallhergang lieferte die Polizei am Vormittag. Demnach war die Fahrerin des Opel Corsa gegen 7.20 Uhr aus Richtung Ilbenstadt in Richtung Karben unterwegs. Unmittelbar vor dem Ortseingang von Burg-Gräfenrode kam der Wagen der 48-Jährigen Karbenerin aus bislang unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit dem Bus zusammen. Durch die Kollision wurde der Corsa in den linken Graben geschleudert und überschlug sich. Anschließend blieb das Fahrzeug auf dem Dach liegen.
Am Unfallort traut Strehl dann ihren Augen kaum: „Ich habe gedacht, der Fahrer sprach von einem kleinen Auffahrunfall am Betriebshof“, sagt sie. Stattdessen ging es um einen Frontalzusammenstoß am Ortsausgang, also vermutlich bei höherer Geschwindigkeit. „Der Bus war vollbesetzt mit Schulkindern, die auf dem Weg in die Geschwister-Scholl-Schule nach Assenheim waren“, sagt Bier. Fahrer und Schulkinder hatten jedoch Glück im Unglück: Ein Kind sei mit einer kleinen Platzwunde in Behandlung, die anderen kamen zwar mit einem Schrecken, aber unversehrt davon. Sie wurden sofort nach dem Unfall von ihren Eltern abgeholt. Die Bergung, die in der Zeit des Berufsverkehrs stattfinden musste, könne relativ problemlos erfolgen, sagte Bier, sie mache keine Probleme. Allerdings musste die L3351 für rund zwei Stunden gesperrt werden. Jkö/arz