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Blitzschlag legt Umweltwerkstatt lahm

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WETTERAUKREIS - (jmk). Ein Blitz hat die Nabu-Umweltwerkstatt Wetterau in Assenheim lahmgelegt und das alte Gebäude, in dem sie untergebracht ist beschädigt. Durch den Einschlag wurden sämtliche Elektrogeräte zerstört. „Aber wir hatten Glück im Unglück, da sich der Brandschaden in Grenzen hält“, sagt der Vorsitzende des gleichnamigen Vereins und Leiter der Nabu-Regionalstelle Wetterau, Frank Uwe Pfuhl.

Die Umweltwerkstatt hat ihr Domizil in der Alten Schule im Ortskern von Niddatal-Assenheim, einem Fachwerkgebäude mit Türmchen aus dem Jahr 1670. Just in diesen Turm fuhr am frühen Samstagmorgen der Blitz. „Ein Feuerwehrmann wohnt direkt nebenan. Die Feuerwehr war sehr schnell vor Ort und hat behutsam gelöscht, sodass durch Löschwasser nicht noch mehr Schaden entstanden ist“, sagt Pfuhl.

Bis auf einen der Säle, der wohl komplett saniert werden muss, sind die Räume nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch die Daten sind in Sicherheit. „Wir speichern viel in einer Cloud. Aber auch die Festplatte unseres Hauptrechners ist in Ordnung, die haben wir bereits untersuchen lassen.“ Ob und wie sehr die Stromleitungen beschädigt sind, sei bislang noch nicht abzusehen. Gearbeitet werden kann in der Umweltwerkstatt derzeit nicht. „Es wird noch zwei, drei Tage dauern, bis die Elektriker die Leitungen durchgecheckt haben und uns eine Prognose geben können“, sagt Pfuhl. Solange arbeiten die vier Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer von zu Hause aus. Dank einer Rufumleitung ist die Umweltwerkstatt seit Montagnachmittag immerhin wieder telefonisch über die gewohnte Nummer erreichbar.

Pfuhl schätzt, dass dem Nabu mehrere tausend Euro Schaden entstanden sind, die nicht über die Versicherung gedeckt sind. „Alle elektrischen Geräte sind defekt.“ Wie groß die Schäden am Gebäude sind, sei bislang noch nicht abzusehen. Das Fachwerkhaus gehört der Stadt Niddatal. Der Turm ist beschädigt, ebenso die Decke eines der Säle. Außerdem hat der Blitz das Dach teilweise abgedeckt. Dieser Schaden ist allerdings bereits repariert. „Die Dachdecker kamen gleich am Samstag, damit das Gebäude schnell wieder wetterfest war“, sagt Pfuhl. Er hofft, dass die Stromleitungen nicht getauscht werden müssen. „Das würde bedeuten, dass wir das Gebäude eine ganze Weile nicht nutzen könnten.“

Seit Ende der 80er Jahre ist der gemeinnützige Verein mit Sitz in Assenheim in der Umweltbildung tätig. Die Umweltwerkstatt bietet unter anderem Vorträge und Führungen zu besonderen Biotopen und seltenen Tierarten, aber auch Seminare an. Darüber hinaus ist die Umweltwerkstatt Teil des neuen Erlebnispunkte-Netzes des Nabu im Wetteraukreis.

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