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Brandausbreitung verhindert

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Unter-Widdersheim (ten). Großer Schaden entstand am Donnerstagnachmittag bei einem Wohnhausbrand im alten Dorfkern von Unter-Widdersheim. Aus bisher unbekannter Ursache war ein Feuer an einem Hinterhaus eines ehemaligen Bauernhofes ausgebrochen. Ein Bewohner des Hauses wurde von der Feuerwehr gerettet und mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt.

Gegen 15 Uhr war die Feuerwehr zu dem Brand alarmiert worden. Bei dem Alarm wurde darauf hingewiesen, dass Menschenleben in Gefahr seien. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor (SBI) Michael Riesbeck berichtete, dass bei Eintreffen der Feuerwehr Rauch aus dem Dach gequollen sei.

Wegen der engen Bebauung im Ortskern mit teilweise direkt an das brennende Wohnhaus angrenzenden Gebäuden mussten die rund 70 Feuerwehrleute unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Löschangriffe, bei denen insgesamt 20 Atemschutzgeräteträger im Einsatz waren, mussten außer von der Drehleiter von Nachbargehöften oder Gärten an der Rückseite des Hauses, die nur über andere Straßen zu erreichen waren, ausgeführt werden. Trotz dieser extrem schwierigen Verhältnisse gelang es den Einsatzabteilungen aus acht Stadtteilen, ein Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude zu verhindern und das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen. Dazu wurden auch große Teile der Decke des ausgebauten Dachgeschosses des von dem Brand betroffenen Wohngebäudes entfernt. Dadurch wurde es möglich, den Brand, der sich weit in den Dachstuhl gefressen hatte, zu bekämpfen. SBI Benjamin Balser lobte im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger seine Feuerwehrleute. »Ich bin echt stolz auf die Jungs, dass die so professionell arbeiten. Er wies darauf hin, dass die Niddaer Wehren innerhalb kurzer Zeit bei drei Großbränden unter schwierigen Bedingungen eine weitere Ausbreitung des Feuers hatten verhindern können. Wie jetzt auch in Unter-Widdersheim war auch bei dem Großbrand einer umgebauten Scheune in Ulfa die Gefahr, dass Nachbargebäude ebenfalls in Brand geraten, sehr groß.

Nach ersten Erkenntnissen sei der Brand außerhalb des Hauses entstanden und habe dann auf das Gebäude übergegriffen, berichtete Balser. Nähere Angaben gibt es bisher noch nicht. Die Brandursachenermittler der Polizei haben ihre Arbeit aufgenommen. Der Schaden an dem Hinterhaus, das nun unbewohnbar ist, wird auf 300 000 bis 400 000 Euro geschätzt.

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