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Büdingen freut sich auf ein Fest im Sinne der Familienstadt

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Die Vorfreude ist groß: Zusammen mit Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte »Wassertröpfchen« fiebern die Organisatoren von Kinderfest, Froschparade und Gärtnermarkt dem letzten Sonntag im April entgegen. © Björn Leo

In einer Zeit, in der Krieg in Europa herrscht und in der die Pandemie noch nicht überstanden ist, soll in Büdingen ein Sonntag den Familien und vor allem den Kindern gehören. .

Kindergärten, Schulen, private Initiativen, Geschäftsleute, die Stadtverwaltung und ein eingespieltes Organisationsteam sind seit Wochen aktiv. Vor Büdingen liegt ein Veranstaltungsonntag, wie es ihn lange nicht mehr gegeben hat. Am 24. April finden das Kinderfest, die Froschparade und der Gärtnermarkt statt. Zudem öffnen von 12 bis 18 Uhr die Geschäfte. »Wir wollen uns als Familienstadt darstellen, wollen allen Generationen zeigen, dass Büdingen nichts von seinem Charme und seiner Attraktivität verloren hat«, sagt Christine Brand, die wesentliche Organisatorin des Kinderfestes, im Gespräch mit dieser Zeitung. Ihr liegen einerseits Unbeschwertheit und gelöste Stimmung am Herzen, möchte andererseits aber auch nicht verkennen, was aktuell den Alltag der Menschen bestimmt. Deshalb soll überall dort, wo es notwendig ist, ein Hygienekonzept greifen, und deshalb wird der Festerlös, der bislang an die Kindergärten und die Büdinger Grundschule gegangen ist, diesmal der Ukraine-Hilfe gespendet.

Mehr als 100 Ehrenamtliche

Für einen reibungslosen Ablauf sorgen mehr als 100 Ehrenamtliche, zudem Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofs. Das Kinderfest findet rund um die Willi-Zinnkann-Halle, in Teilen der Eberhard-Bauner-Allee und »An der Fahrbach« statt. Spiele und Vergnügungsangebote gibt es zuhauf: Bobbycar-Rennen, Rollenrutsche, Hüpfburg, Fahrgeschäfte, Hochseilgarten und jede Menge Stationen zum Mitmachen, Das Jugendzentrum im Casa Atrium hat geöffnet, die Stadtbücherei um die Ecke ebenfalls. In beiden Einrichtungen sind Kinder ausdrücklich willkommen. Außerdem gibt es ein Bühnenprogramm, das nicht nur altersgerechte Unterhaltung bietet, sondern das von Kindern und Jugendlichen gestaltet wird. So stellt sich zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr vor, der Fanfarenzug Gelnhausen spielt ebenso auf wie die Büdinger Drumband. Sie lädt Kinder zudem ein, das Erlebte gleich in Trommelworkshops an Ort und Stelle auszuprobieren. Auch der Modellbauclub kündigt einen interaktiven Beitrag an. Kinder haben die Möglichkeit, in einem Wasserbecken ferngesteuerte Schiffe zu manövrieren. Die Tanzschule Scheer ist mit von der Partie. Bei der Mitmachdisco ist Spaß vorprogrammiert. Zu den Attraktionen dürfte sicher auch Ludwig Bähr mit seinen Ziegen gehören. Bei ihm können die Kinder die Tiere aus nächster Nähe erleben. Zudem bietet der Schottener Kutschfahrten an,

»Viele Beiträge sind derart angelegt, dass Kinder nicht nur zuschauen, sondern bei Interesse sofort aktiv werden können«, erzählt Christine Brand, die bei der Organisation vor allem zusammen mit Rüdiger Link und Frank Kröll arbeitet. Sie vertreten nebenbei auch die Büdinger Geschäftswelt (Kraft Schuhmode, Allianz Versicherung und Spielwaren Kröll). Einige Betriebe treten ganz selbstverständlich als Sponsoren auf, ohne jedoch ihr Engagement an die große Glocke zu hängen. Beispielhaft seien die Firma Wolf Umweltdienste genannt, die für den Hochseilgarten einen Hubwagen zur Verfügung stellt, die Firma Remondis, die für ein sauberes Festgelände sorgt, die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen, die das Baumklettern finanziert, oder die Firma Kröll, die den hochwertigen Hauptpreis einer Tombola stiftet, an der sich zahlreiche Geschäfte und Gastronomiebetriebe beteiligen.

Froschparade und Gärtnermarkt

Eingebunden in sämtliche Aktivitäten sind freilich die Kindergärten und Grundschulen, die zusammen mit den Traktorfreunden einen wesentlichen Teil der Froschparade ausmachen. Sie startet um 12 Uhr am Hain und wird vom Marktmeister René Rau maßgeblich geplant. Beim Umzug durch die Stadt dreht sich alles um die Natur. Während eine Kindergruppe als Umweltdedektive mitläuft, präsentiert die nächste ihre Ergebnisse zum Thema Upcycling. Einen wesentlichen Anteil am Koordinieren aller Beiträge und an der Gesamtorganisation haben neben Rau auch Thomas Clemente, Tanja Debus und Thomas Methfessel von der Abteilung Jugend, Kultur und Soziales der Stadtverwaltung und Henning Nitzsche vom Stadtelternbeirat.

Der Gärtnermarkt auf dem Marktplatz hat parallel geöffnet. Es ist die 18. Auflage, die Gartenfreunden eine Auswahl an Pflanzen aller Art bietet. Dort gibt es zum Beispiel Kübel- und Baumschulpflanzen, Salat- und Gemüsepflanzen, Beet- und Balkonpflanzen, Palmen und Olivenbäume, Blumensträuße und Kräuter, allerlei Exotisches und ein breites Staudensortiment erwartet die Besucher ebenfalls. Jede Menge Tipps und Tricks der teilnehmenden Fachbetriebe sind beim Gespräch an den Ständen inklusive.

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