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Schrottlaster im Wortsinne

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Von: red Redaktion

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Nicht nur der Hänger des Schrott-Lkw ist in einem desolaten Zustand. © Polizeipräsidium Wetterau

Büdingen (pob). Auf ein beladenes Gespann der besonderen Art ist eine Streife der Büdinger Polizei am vergangenen Mittwochvormittag im Stadtgebiet aufmerksam geworden: Es verfügte offenbar über keinerlei Ladungssicherung. Die Beamten zogen den Lkw zwecks Überprüfung am Parkplatz »Ruhebank« an der B 457 aus dem Verkehr.

Wegen einer Vielzahl festgestellter Mängel und fehlender Papiere unterstützte eine Streife der mittelhessischen Polizeiautobahnstation die Beamten bei der Kontrolle. Schnell war klar: Das Gespann hatte aufgrund seines desolaten Zustands nichts mehr im öffentlichen Straßenverkehr zu suchen.

Der Grund für fehlenden Unterlagen beispielsweise war, dass diese bereits seit Anfang des Jahres bei einem TÜV-Gutachter lagen, da schon im Januar erhebliche Mängel am Zugfahrzeug und gefährliche Mängel am Anhänger festgestellt worden waren. Diese hätten mit einer Frist von wenigen Wochen längst beseitigt werden müssen. Der aus dem Kreis Gießen stammende Fahrzeugführer hatte dies offenkundig nicht allzu ernst genommen und war seiner Tätigkeit unbehelligt weiter nachgegangen.

Neben fehlender Ladungssicherung, tropfender Hydraulik des Ladekrans und gebrochener Ladefläche bemerkten die Beamten außerdem an der Bremsanlage austretende Druckluft. Die erneute Vorführung bei einer Niederlassung des Technischen Überwachungsvereins folgte unter Polizeibegleitung. Dabei stellte man weitere gravierende Mängel fest. So verfügte der Anhänger über eine Restbremswirkung von gerade einmal 31 Prozent. Außerdem ragten Teile des Transportgutes durch die beschädigten Ladeflächen nach unten heraus.

Damit nicht genug: Sogar der Aufbau des Hängers wies starke Korrosionsschäden auf, sodass die Weiterfahrt untersagt wurde. Nachdem das Zugfahrzeug zuvor gänzlich entladen werden musste, durfte dieses schließlich - zumindest vorerst und mit maximal lediglich 30 km/h - bis zur nächstgelegenen Kfz-Werkstatt weiterfahren.

Die Ordnungshüter leiteten gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, ein.

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