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Büdinger Kita »Wassertröpfchen« grundsaniert und modernisiert

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rueg_kita_wassertroepfche_4c © Corina Sargk

Das Hochwasser vom 29. Januar 2021 hat enorme Schäden angerichtet. Doch nach der Grundsanierung und Modernisierung erklingt in der Büdinger Kita »Wassertröpchen« jetzt wieder fröhliches Kinderlachen.

Hier lässt sich prima groß werden: In den hellen, freundlich und bunt gestalteten Räumen der Kita »Wassertröpfchen« in der Brunostraße erklingt wieder Kinderlachen, wird gespielt, gelernt und gehüpft. 16 Monate nach dem Hochwasser vom 29. Januar 2021 konnte Ende Mai die Kita endlich wieder bezogen werden. Gleich der Eingang ist mit leuchtend gelben Akzenten sehr einladend gestaltet.

Das Gelände und das Gebäude waren binnen zwei Stunden von drei Seiten her überflutet worden. Alles musste raus, die Schäden am Bau waren so massiv, dass nach langer Trocknungszeit eine Kernsanierung notwendig war.

Nachdem die Zinnkann-Halle seit Februar vergangenen Jahres als Ausweichquartier gedient hatte, war die Rückkehr in ihr »altes neues Domizil« ein Freudentag für Kinder wie Personal: Das Team um Kita-Leiter Kim Alexander Groffmann und die Kinder der drei Gruppen sind sehr glücklich, wieder »zu Hause« zu sein.

Farben erinnern an Sebastian Kneipp

Bis zum Wiedereinzug in die Kita war ein langer Weg zu gehen, aber dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit von Bauamt, hier besonders Carsten Schlögel und Gisbert Semmerau, mit Kita-Leitung und Team ist jetzt ein sehr gut durchdachtes, sowohl pädagogisch wie bautechnisch, freundliches und einladendes Domizil für die Steppkes von drei bis sechs Jahren entstanden.

Die Kinder fühlen sich sehr wohl, haben außer ihren neu gestalteten Räumen auch wieder das großzügige Außengelände mit Spielgeräten und dem Kneipp-Becken zur Verfügung, denn die Kita »Wassertröpfchen« war 2003 der erste hessische Kneipp-Kindergarten.

Derzeit sind bis zu den Sommerferien noch drei Gruppen dort, die »Elefanten«, »Hasen« und »Igel«, nach den Sommerferien werden es nur noch zwei Gruppen sein, die »blaue« und die »grüne Gruppe«, entsprechend den Farben ihrer Räume.

Durch den Wegfall des angemieteten Turnraums am Rande des Geländes, der wieder vom Vermieter genutzt wird, muss nun der Turnraum in das Kita-Gebäude integriert werden. Dafür wird einer der Gruppenräume nach den Sommerferien genutzt. Die Turngeräte sind bereits vorhanden und werden in der Sommerschließzeit eingebaut.

Die Farben grün und blau für die beiden Gruppenräume wurden vom Team in Anlehnung an Sebastian Kneipp gewählt, der per Foto am Eingang schon mit eingezogen ist. Für ihn zählten Wasser und Kräuter mit zu den wichtigsten Elementen zur Erhaltung der Gesundheit.

Passend zu den Räumen sind auch die Bäder in diesen Farben gehalten und liebevoll gestaltet. Im grünen Raum wurde das eine große Fenster durch drei einzeln zu öffnende Fenster ersetzt, was für eine bessere Belüftung sorgt. Hier wurde für eine effektivere Schallisolierung auch die Decke niedriger gehängt.

Teiloffene Elemente geplant

In einem kleineren Raum stehen ruhigere Aktivitäten an wie etwa Bücher betrachten, vorlesen, Plakate gestalten. Die vorher sehr kleine Küche wurde erweitert und ist jetzt 1,20 Meter breiter als vorher. Sind derzeit die Gruppenräume noch jeweils mit allen Spielelementen wie Bauecke, Spielküche und weiteren Spielmaterialien ausgestattet, so ist in naher Zukunft eine andere Gestaltung geplant, mit teiloffenen Elementen und themenbezogenen Räumen, sodass die Kinder sich noch besser in der Kita verteilen können.

Kim Alexander Groffmann und das gesamte Kita-Team, darunter auch eine Logopädin als Sprachförderkraft und Mitarbeiterinnen für die Kinder, die intensivere Betreuung brauchen, sind »sehr glücklich und dankbar, dass diese grundlegende Sanierung so hervorragend gelungen ist und so gute Verbesserungen gebracht hat. Wir danken für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und besonders dem Bauamt, das einige Klippen bei der Materialbeschaffung zu umschiffen hatte«. Erste Stadträtin Katja Euler, Dezernentin auch für die Kitas, freut sich ebenfalls, dass die Kinder und das Team wieder umziehen konnten. »Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fürs Anpacken und Zusammenhalten sowie bei den Eltern für ihr Verständnis und ihre Geduld. Den Kindern und Erwachsenen wünschen wir eine gute Zeit in der neuen alten Kita«, erklärte Euler

Die Kinder hatten nicht nur durch das Hochwasser etliche Entbehrungen erfahren, sondern vor allem auch durch die Pandemie. So konnten erst jetzt nach zwei Jahren wieder besondere Aktivitäten für die Vorschulkinder aufgenommen werden. Dazu gehörten auch eine Stadtführung mit Schatzsuche. Und die Verkehrswacht und die Karateschule Dokan kamen zu den baldigen Erstklässlern.

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