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Jüdisches Leben in Griedel

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Von: red Redaktion

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Butzbach (pm). Am Montag, 5. September, findet im Bürgerhaus Griedel unter dem Thema »Jüdisches Leben in Griedel« eine Erinnerungsveranstaltung zu Ehren von Dr. Adolph Baer, einem ehemaligen Bürger jüdischen Glaubens, statt. An diesem Abend werden auch Angehörige der Familie Baer aus den USA und aus Israel als Gäste anwesend sein. Besucher sind eingeladen, Beginn ist um 18 Uhr.

Bei den Planungen des Griedeler Neubaugebietes »Südlich der Hochstraße« haben die städtischen Gremien beschlossen, eine der drei dort vorgesehenen Straßen nach Dr. Baer zu benennen. Das wird offiziell ebenfalls bei der Veranstaltung erfolgen, wie die Stadt mitteilt. Zum Hintergrund: Adolph Baer musste als Schüler im Jahr 1938 mit seinen Eltern Griedel verlassen und vor dem Nationalsozialismus in die USA fliehen. Seit den späten 1970er Jahren unterhielt er regen Kontakt zu einem ehemaligen Schulkameraden sowie einem Griedeler Lokalhistoriker und zum Butzbacher Museum. Dem Museum ließ er in der Vergangenheit mehrfach Spenden zukommen, zuletzt kurz vor seinem Tod 2020. 1992 hatte er zudem eine Erinnerungstafel gestiftet, die am Standort der ehemaligen Griedeler Synagoge von ihm enthüllt wurde.

Der Griedeler Bürger und Geschichtslehrer Klaus-Jürgen Wetz wird mit einem Vortrag die Spuren des jüdischen Lebens in Griedel und die Biografie Adolph Baers beleuchten. Bürgermeister Michael Merle, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Matthias Görlach und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bad Nauheim, Manfred de Vries, werden Ansprachen halten. Das Trio »Klezner’s Dream« und Marion Adloff, Leiterin der Musikschule Butzbach, begleiten musikalisch.

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