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Spiritualität auf Zeit erfahren

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Die romanische Kirche ist das Herzstück der Johanniter-Anlage in Nieder-Weisel und seit jeher ein Ort, an dem Glaube erfahrbar und erlebbar wird. © Anna-Luisa Hortien

Butzbach (alh). Rund um die eindrucksvolle Komturkirche in Nieder-Weisel liegt das geistliche Zentrum der Johanniter Nieder-Weisel im Evangelischen Dekanat Wetterau. Unterschiedlichste Veranstaltungen laden dazu ein, eine Pause vom Alltag zu machen und neue Kraft zu schöpfen. Das Programmheft für 2022 ist in diesen Tagen erschienen.

Mitten in Nieder-Weisel steht die Komturkirche. Wer sie aufsucht und auf sich wirken lässt, der spürt einen spirituellen »Kraftort« voller Ruhe und Schlichtheit und die Ausstrahlung der 775-jährigen Geschichte. Im 13. Jahrhundert gründete der Johanniterorden in Nieder-Weisel eine Niederlassung, genannt Komturei.

Pause vom Alltag machen

Die romanische Kirche ist das Herzstück der Anlage und seit jeher ein Ort, an dem Glaube erfahrbar und erlebbar wird - für die ganze Wetterau und darüber hinaus: als geistliches Zentrum in Zusammenarbeit der Johanniter und des Evangelischen Dekanats Wetterau. Über 50 Veranstaltungen im neuen Programm laden dazu ein, diesen Ort und die eigene Spiritualität zu entdecken.

»Wer zu uns nach Nieder-Weisel kommt, kann entschleunigen, Spiritualität auf Zeit erfahren und gestärkt in den Alltag zurückkehren«, sagt Jörg Fröhlich. Er ist Pfarrer des geistlichen Zentrums und koordiniert die vielfältigen geistlichen Angebote und Impulse, die sich im frisch gedruckten Programmheft für das Jahr 2022 finden. »Bewusst eine Pause vom Alltag machen, sich geistlich stärken und Sprache für den Glauben finden, darum geht es«, sagt Fröhlich.

»Wir haben auch in diesem Jahr ganz unterschiedliche Angebote mit unterschiedlichen Formen zusammengestellt«, ergänzt Dekan Volkhard Guth für das Evangelische Dekanat Wetterau. Darunter finden sich Einkehrtage, Anregungen für Gebetsformen und Tagzeitengebete, die sich mit leiblichen Erfahrungen beim Pilgern und bei Körperwahrnehmungsübungen wie Meditation und Kontemplation verbinden. Neu sind spezielle Angebote für Paare, etwa ein Ehetag. Einige Veranstaltungen finden online statt, vieles soll aber vor allem wieder in Präsenz möglich sein.

»Selbstverständlich richten sich die Angebote auch an katholische Christen und darüber hinaus an Menschen, die am christlichen Glauben interessiert sind, aber selbst noch nicht oder nicht mehr zu einer Kirche gehören«, sagt Prof. Christoph Markschies, Ordensdekan des Johanniterordens.

Mit der alten Komturkirche, einem Meditationsraum in der Komturei, dem Hotel und dem Tagungszentrum mit unterschiedlichen Seminarräumen steht ein ganzes Ensemble an Gebäuden und Räumen zur Verfügung, das unterschiedlichen Angebotsformaten dient. »Auf dem Gebiet des Dekanats und in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gibt es keinen zweiten vergleichbaren Ort, der eine solche Kirche mit den Baulichkeiten eines Tagungszentrums verbindet«, hebt Johannes Perlitt, Kommendator der Hessischen Genossenschaft des Johanniterordens, hervor.

Dem Leben nachspüren

»Wir laden an diesem Ort ein, dem Leben Raum zu geben, ihm nachzuspüren und dabei dem zu begegnen, dem wir uns verdanken: Gott«, sagt Dekan Guth. »In Zeiten tiefer Verunsicherungen ist es gut und wichtig, Orte und Zeiten zu haben, in denen wir der Quelle und dem Grund geschenkten Lebens begegnen können - alleine oder auch mit anderen.«

Das Programmheft liegt im Dekanatsbüro in Friedberg, in der Komturkirche und in vielen Kirchengemeinden aus. Außerdem ist es online zu finden: www.geistliches- zentrum-johanniter.de

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