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Crowdfunding ermöglicht neue Technik

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Von: red Redaktion

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Schützen, Bank und Spender sind zufrieden: Über 10 000 Euro kommen beim Crowdfunding zusammen. © pv

Büdingen (red). Mit Blick auf das Hochwasser vom 29. Januar 2021 erschien die Aussicht der Büdinger Schützen, ihre zerstörten Schießstände bald wieder nutzen zu können, eher gering. Ein geregelter Schießbetrieb »Auf dem Hammer« schien auf lange Sicht hin nicht möglich zu sein.

Heute freuen sich die Schützen darüber, dass die Situation sich wesentlich verbessert hat. Oberschützenmeister Bernd Luft hatte schon im vergangenen Jahr den Dank der Schützengesellschaft für die ungezählten Arbeitseinsätze zum Ausdruck gebracht. Dieser gilt auch vielen benachbarten und befreundeten Vereinen und Einzelpersonen, die spontan mitgearbeitet haben.

»Die Arbeit ging seitdem unentwegt weiter. Zunächst haben wir die Schießstände für Luftgewehr und -pistole auf digitale Ergebnisanzeigen umgestellt, und jetzt sind wir sogar schon bei einem Großteil der KK-50-Meter-Anlage mit diesen modernen Möglichkeiten ausgerüstet«, berichtet Luft.

Seit wenigen Tagen sind zehn der 50-Meter-Kleinkalibergewehrstände mit einer vollelektronischen Trefferanzeige ausgestattet. Das spart nicht nur jeweils den Zeitaufwand für das Bewegen der Scheiben auf den Seilzuganlagen. Vielmehr können die Schützen direkt nach ihrem Schuss auf einem Bildschirm ihr Ergebnis und Details zu ihren Treffern sehen. Hinzu kommt, dass mit den neuen Anlagen optimale Trainingsmöglichkeiten geschaffen wurden, um die Schützen auf Meisterschaften vorzubereiten.

Elektronisch statt manuell

Zudem beschleunigt die Elektronik viele Arbeiten, die bei Schießwettbewerben regelmäßig anfallen. So müssen bei den unterschiedlichen Wettkampfarten die Schussserien gezählt oder Teilerergebnisse (genauer Sitz eines Schusses) ermittelt werden. Dies geschieht nicht mehr manuell, sondern ist jetzt sofort nach der Schussabgabe erledigt und sofort sichtbar.

Dazu Ralph Wietfeldt, der die Jugendabteilungen der Büdinger Schützen betreut: »Die Trefferanzeigen der Firma Meyton, bei denen die bislang zeitaufwendige Auswertung sofort elektronisch erfolgt, nehmen allen Aktiven im Schießbetrieb viel Arbeit von den Schultern. Außerdem wird das Schießen auch für die Zuschauer interessanter, denn sie können über die Bildschirme am jeweiligen Stand und zusätzlich einen großen Monitor, auf dem alle Ergebnisse gleichzeitig angezeigt werden, die Wettkämpfe unmittelbar verfolgen. Im Gegensatz zu früheren Jahren freuen sich die Schützen heute darüber, wenn sie vom Publikum lautstark unterstützt werden«, fügt er schmunzelnd hinzu.

Die neue Technik konnte nur angeschafft werden, weil das Projekt Crowdfunding der VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen genutzt wurde. Die geplanten Investitionen wurden in einem Wettbewerb detailliert vorgestellt, VR-Bank und Schützen warben zugleich um Spenden dafür. Innerhalb kurzer Zeit kamen die erforderlichen Mittel zusammen, und die VR-Bank unterstützte das Vorhaben zusätzlich mit einem erheblichen Zuschuss.

Dank an alle Spender

Bernd Luft dankt im Namen der Schützengesellschaft allen, die bei den neuen Trefferanzeigen mitgeholfen haben: den Teams um Ralph Wietfeldt und Alfred Kiolbassa für die Idee, die Anschaffung und den Aufbau, der VR-Bank für das Crowdfunding und allen Spendern, die dazu Beiträge geleistet haben.

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