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Das etwas andere Seefest

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Von: Ursula Sommerlad

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Die Bockband wird am Samstagabend beim Festplatz Open Air in Inheiden auftreten - ein Zelt wird es in diesem Jahr nicht geben. ARCHIV © pv

Für ihren Neustart nach zwei Corona-Jahren hat die Seefestgemeinschaft Inheiden ein etwas anderes Konzept erdacht. Sie lädt am ersten August-Wochenende zum Festplatz-Open-Air.

Ein Feuerwerk wird es nicht geben. Ein Festzelt auch nicht. Aber gefeiert wird am Inheidener See auf alle Fälle. Vom 5. bis 7. August lädt die Seefestgemeinschaft zum großen Festplatz-Open-Air. Vergnügungspark, Discoabend, die Bockband und Ben Karell & Roy Glitter zum traditionellen Frühschoppen bilden das diesjährige Festprogramm.

Hinter den Seefest-Organisatoren vom SV Germania, dem Radfahrverein All-Heil und dem Gesangverein Eintracht liegen Monate der Ungewissheit. Normalerweise heißt es in Inheiden: »Nach dem Seefest ist vor dem Seefest«, berichtet Michael Hofmann, der Sprecher der Seefest-Gemeinschaft. Sobald die große Party vorüber ist, treffe man sich zur Manöverkritik. Man erörtere, wo nachjustiert werden soll. Dann werden Nägel mit Köpfen gemacht und Schausteller, Künstler und auch die Feuerwerkerei fürs kommende Jahr verpflichtet. Daran war im vergangenen Sommer natürlich nicht zu denken. So stand für die Seefestgemeinschaft mit Blick auf den Sommer 2022 lediglich eines fest: »Wir machen weiter. Wir lassen das Seefest nicht noch einmal ausfallen.«

Verantwortliche

haben viele Fragen

Ansonsten sahen sich die Verantwortlichen mit vielen Fragen konfrontiert. Was ist überhaupt möglich? Wie hoch ist das finanzielle Risiko? Ab wann kann fest geplant werden? Welche Vorgaben macht die Landesregierung?

Und dann gab es, wie Hofmann berichtet, noch eine große Unbekannte. Wie reagieren die Gäste. »Wir haben in Inheiden normalerweise sehr stabile Besucherzahlen, Tendenz sogar steigend«, blickt der Sprecher der Seefestgemeinschaft zurück. Aber wie groß in diesem Sommer eventuell noch Vorbehalte gegenüber Großveranstaltungen sein würden, ließ sich schwer abschätzen. Das Seefest in seiner gewohnten Form aber, mit dem gigantischen Höhenfeuerwerk, dem vielfältigen Rahmenprogramm und den vielen Live-Acts, müsse nicht zuletzt finanziell sicher geplant sein, unterstreicht Hofmann.

Die Entscheidung wurde der Seefestgemeinschaft letztlich abgenommen: Es stand schlicht und ergreifend kein Festzelt zur Verfügung. So wurde die Idee fürs Festplatz-Open-Air geboren. Schließlich wollte man dem Dorf und seinen Gästen etwas bieten. »Nicht nur am Abend, sondern den ganzen Tag über und für alle, von jung bis alt«, wie Hofmann betont.

Zugleich soll das kompakte Programm den Weg bereiten für ein Seefest im kommenden Jahr, das seinem Namen gerecht wird. »Wenn wir das Virus im Griff haben, lassen wie es richtig krachen«, verspricht Hofmann.

Trotz aller Schwierigkeiten zeigt er sich mit dem Programm, das die Seefestgemeinschaft zusammengestellt hat, zufrieden. Das gilt nicht zuletzt für den großen Vergnügungspark auf dem Festplatz. Bis zu Beginn der Abendveranstaltungen ist das Gelände bei freiem Eintritt zugänglich. »Das gehört für uns zur Tradition«, sagt der Sprecher. Man wolle damit ein Zeichen für die Familien setzen. Die Abendveranstaltungen allerdings kosten Eintritt. »Ein solches Fest muss finanziert werden«, sagt Hofmann.

Am Freitagabend beginnt das Festplatz-Open-Air um 21 Uhr mit dem klassischen Discoabend bei Bier und Äppler. Am Samstag, ebenfalls um 21 Uhr, heizt die populäre Bockband den Besuchern ein. Der Sonntag ist für Michael Hofmann und die Seefestgemeinschaft ein besonderes Highlight. Zum ersten Mal können sie in Inheiden Ben Karell & Roy Glitter, die Partyband aus dem Herzen des Taunus, beim Inheidener Frühschoppen willkommen heißen, der um 11 Uhr beginnt.

»Wir als Seefestgemeinschaft wünschen uns drei sonnige Tage. Wir setzen auf gutes Wetter und auf das Open-Air-Feeling. Ohne Festzelt wird sich die Stimmung auf den ganzen Festplatz und in das Dorf hineintragen«, ist sich Michael Hofmann sicher.

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