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Der Drache ist erwachsen

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Von: Sabine Bornemann

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Gemeinsam für das neue Buch: Autor Andreas Arnold (2. v. r.) hat nach dem dritten Band über den kleinen Drachen Fionrir jetzt ein Buch mit 14 Kurzgeschichten fertig. Tatkräftig unterstützt haben ihn dabei (v. l.) Illustrator Norman Heiskel, Musiker Yannik Di Mari, Sängerin Regina Beatrix Rumpel und Verleger Thorsten Zeller. © pv

Er ist erwachsen geworden, aber immer noch ein »Lausbub«: Drache Fionrir, liebevoll »Fio« genannt. Eigentlich wollte Autor Andreas Arnold nach Band drei Schluss machen. Doch seine Fans wollten das nicht. Waren neugierig und haben immer wieder gefragt, wie es in der Fantasy-Welt weiter geht. Also hat Arnold wieder geschrieben. Klein ist der Drache jetzt nicht mehr.

Nach dem dritten Buch sollte eigentlich Schluss sein. »Eine Drachen-Triologie war das Ziel«, sagt Autor Andreas Arnold. Doch die Fans wollten es anders, und es kam anders. Immer wieder sei er gefragt worden, wie es weitergeht, und was mit einzelnen Charakteren passiert.

Besonders mit Fionrir - dem kleinen Drachen, der auf seinen Reisen allerhand Abenteuer erlebt. Der Drache mit der ungewöhnlichen Schreibweise, der jetzt gar nicht mehr klein ist und zumindest in Menschenjahren erwachsen geworden ist. Wie auch Prinzessin Quirina und ihr Freund Osgar. Deren Leben hat Arnold »weitererzählt. Drei Jahre nach Ende des dritten Bandes »Reise ins Tal der Drachen« spielt »Fionrirs kleine Reisen«, das neueste Buch aus Arnolds Feder. 14 Kurzgeschichten sind es geworden, die die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln der unterschiedlichen Charaktere erzählen. Darauf hatten die Leser Einfluss. Autor Arnold hat sie vorab über die sozialen Netzwerke gefragt, über wen sie gerne mehr lesen würden. Mit teils erstaunlichen Antworten.

Detailreiche Zeichnungen

Vielen lag die Liebesgeschichte von »Fios« Bruder Derko und einer Bergdrachin am Herzen. »Das war eigentlich nur eine kurze Szene in Band 3, jetzt bekommen die Verliebten eine eigene Geschichte, samt Illustration.«

Die Zeichnungen des neuen Buches stammen wieder von Illustrator Norman Heiskel. Sehr intensiv war er mit dem Autor in Kontakt - sollte Arnolds »Bilder im Kopf« wieder passend zu Papier bringen. Sehr detailreich sind die Zeichnungen geworden. Schließlich muss ein Bild gleich mehrere Szenen oder ganz Handlungsstränge darstellen. Die Illustrationen sind weiterhin in Schwarz-Weiß gehalten. Neu am Buch ist das äußere Erscheinungsbild. Es ist erstmals ein Hardcover und mit satteren Farben gestaltet. Das war Verleger Thorsten Zeller wichtig, der mit seinem Friedberger Reimheim Verlag das Buch herausbringt. Das sollte eigentlich schon vor Weihnachten passieren, aber der damalige Papiermangel in den Druckereien, machte das unmöglich. Jetzt ist alles fertig, und Arnold kann das neue Buch in den Händen halten. »Immerhin konnten wir für die Fans das E-Book vorab veröffentlichen«, sagt er.

Die digitale Technik hat auch Einzug in das gedruckte Buch gefunden. »Jede Geschichte hat ein eigenes Lied bekommen«, freut sich Arnold.

Melodien per QR-Code

Komponiert vom Friedberger Singer/Songwriter Yannik Di Mari, Gewinner des Deutschen Rock- und Pop-Preises. Mittelalterliche Klänge und Instrumente hat er eingespielt, dazu singt Andreas Arnolds Lebensgefährtin Regina Beatrix Rumpel und spielt an einigen Stellen Mandoline. Am Anfang jedes Kapitels ist ein QR-Code gedruckt, über den man via Smartphone das jeweilige Lied hören kann.

Die Figuren in seinem neuen Buch »altern« zu lassen, war gar nicht so einfach. Drache Fionrir ist in Drachenjahren sieben, in Menschenjahren über 50. »Fio« ist aber immer noch für den ein oder anderen Lausbubenstreich zu haben.

Bei den beliebten Wölfchen war es kniffliger. Drei Jahre später sind die drolligen Tierchen eben keine Wölfchen mehr. »Ich musste recherchieren, wie Wölfe ›altern‹, ob sie noch im Rudel leben und was sie tun«, erinnert sich Arnold. Andere Charaktere kommen in den neuen Kurzgeschichte gar nicht mehr vor. Einige waren in Band 1 schon sehr , sehr alt. »Den Tod möchte ich für die jungen Leser nicht thematisieren, also konzentriere ich mich auf andere Figuren«, sagt der Autor. Wie den beliebten Uhu »Jutz«, über den die Leser abseits der Hauptfiguren am meisten erfahren wollten. »Das gibt vielleicht noch ein eigenes Buch«, überlegt Arnold.

In den 14 Kurzgeschichten wird es weiter um die Beziehung zwischen Mensch und Drachen gehen. »Es ist sehr drachenlastig.« Alles in und um das Königreich Lindheim, was übrigens nichts mit dem Altenstädter Ortsteil zu tun hat. Die Leser werden mehr Einblicke in das Königreich bekommen. Es wird sich nach Süden und Osten erweitern. »Es gibt Ränkespiele mit dem benachbarten Königreich«, verrät Arnold.

Alle sind ein Stück erwachsen geworden. Andreas Arnolds Fantasy-Charaktere und die Leser, die sich 2017 zum ersten Mal mit dem kleinen Drachen Fionrir auf Reisen begeben haben, und sich nun aufmachen auf viele kleine Reisen mit dem erwachsenen Drachen.

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Im Königreich Lindheim geht es weiter: Die 14 Kurzgeschichten spielen drei Jahre nach Ende des dritten Bandes. © pv

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