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Der Funke sprang in der Kulturhalle Stockheim sofort wieder über

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Von: red Redaktion

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Die wiedervereinten Bottle Inspectors (v. l.) Christian Naumann, Jan Hooss, Douglas Martin, Thomas Ziegler, Diana Pérez, Jan Könnecke und Alexander Scheffler.haben sichtlich Spaß auf der Bühne bei ihrem Reunion-Konzert. © pv

Ein einmaliges Revival-Konzert, das bereits mit den ersten gespielten Tönen das Feeling von früher heraufbeschwor, zelebrierten die Bottle Inspectors in Stockheims Kulturhalle.

Stockheim (red). Mit der fulminanten Hymne »Don’t You Forget About Me« von den Simple Minds eröffneten die Bottle Inspectors ihr einmaliges Revival-Konzert in der Kulturhalle Stockheim. Und im Laufe des Abends sollte sich zeigen, dass diese Veranstaltung tatsächlich unter der Rubrik »unvergesslich« einzustufen ist.

In dem seit Corona-Zeiten erstmals wieder restlos ausverkauften Kulturbahnhof und im Biergarten vor der Tür schwelgten an die 200 Fans zu den Hits der 80er Jahre, die die Band in ihrer Original-Besetzung wie vor 14 Jahren präsentierte. Gemeinsam traten sie eine Zeitreise an, zurück in die erfolgreichen Jahre, in der die Sieben regelmäßig die Hallen füllten, sich auf großen Bühnen, wie dem Museumsuferfest, etabliert hatten, und Kultevents wie »Pop and Voices I und II« (seinerzeit gemeinsam mit den Matzsingers) oder den X-mas-Rock im Lokschuppen Nidda schufen.

Für ein Konzert

zurück aus den USA

Als Sänger Doug Martin sich vor 14 Jahren entschloss, mit seiner Familie in seine Heimat USA zurückzukehren, hatte der gemeinsame musikalische Weg der Band in dieser Besetzung ein Ende. Der Kontakt zu den alten Bandkollegen riss jedoch nie ab (diese Zeitung berichtete). Seinem Wunsch nach einer Bühnen-Reunion während seines Urlaubsaufenthalts waren alle alten Bandmitglieder gefolgt. Und so performten in der Kulturhalle neben dem Frontmann am Keyboard Christian Naumann, der sich auch als Sänger mit »Sex on Fire« in Szene setzte. Alex Scheffler und Jan Hooss waren abwechselnd virtuos an den Solo-Gitarren zu hören und Jan Könnecke schlug gekonnt die Basssaiten an. Thomas Ziegler trommelte trotz saunaähnlicher Temperaturen mit ungebremster Energie und präzise wie ein Uhrwerk zu Michael Sembellos »Maniac« und Diana Pérez hauchte mit ihrer Stimme Kultsongs beispielsweise wie »Running up That Hill« von Kate Bush oder »It’s My Life« von Talk Talk Leben ein.

»Darf ich mir das Programm mal fotografieren? Ich feiere bald Geburtstag und ich liebe diese Songs«, bat eine begeisterte Zuhörerin aus Wallernhausen in der Pause. Fotograf Bernd Göttmann, der das Comeback der Band in Bildern festhielt, schwärmte: »Wenn man so begeistert ist, werden auch die Fotos gut. Es hat so richtig gutgetan, weil man das so selten hört.«

Zum Mitsingen musste die Band das Publikum, das trotz der schier unerträglichen Temperaturen von Anfang bis Ende »ihre Bottles« lebhaft feierte, nicht lange auffordern. Die Hymnen »Rebel Yell«, »Sunday Bloody Sunday« und »With or Without You« zelebrierten Besucherinnen und Besucher lauthals. Zahllose Handykameras hielten die Reunion für die Ewigkeit fest, und zu »Safety Dance« von Men Without Hats wurde auf und vor der Bühne wild gehüpft, wie es die Band schon vor mehr als 20 Jahren eingeführt hatte.

Mit dem Schalk

im Nacken

Dass erstmals sein Sohn Skyler und Tochter Olivia gemeinsam mit Doug Martins Frau Iris ihren Vater mit Band auf der Bühne erleben durften, machte den Amerikaner kurz sentimental. Doch gleich war der gewohnte Schalk wieder da, der ihn seinerzeit bei den Fans so beliebt gemacht hatte. Seine freche Ansage »Thank you for coming tonight! We are the Bottle Inspectors and you are not!« ließ sein Publikum in Lachtränen ausbrechen. Diana Pérez sparte nicht mit Lob für den Veranstalter: »Mit Harald Steinke und seinem Team haben wir den idealen Verbündeten gefunden. Hier ist alles vom Feinsten und jeder Musiker freut sich, hier auftreten zu dürfen«.

»Es war wie in alten Zeiten«, schwärmte nach mehr als zwei Stunden Show Stefanie Balser aus Nidda. »Man hat einfach gemerkt, wie viel Spaß die Band hat. Der Funke ist sofort wieder übergesprungen.«

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